Topliste

Besser fotografieren: 6 Tipps ohne aufwendige Ausrüstung

Auch ohne aufwendige Ausrüstung kannst Du richtig gute Fotos machen.
Auch ohne aufwendige Ausrüstung kannst Du richtig gute Fotos machen. (©Pixabay 2017)

Um besser fotografieren zu können, brauchst Du keine professionelle Ausrüstung. Mithilfe der richtigen Tipps gelingen auch Laien wirklich schöne Aufnahmen, mit denen es sich gut angeben lässt. Wir haben sechs einfache Tipps fürs Fotografieren für Dich zusammengestellt.

1. Achte auf den richtigen Winkel

Wenn Du gute Fotos machen möchtest, ist der erste Schritt, nicht einfach aufs gerade Wohl loszuknipsen, wenn Du ein interessantes Motiv entdeckst. Nimm Dir stattdessen erst einige Sekunden Zeit, um über den passenden Winkel nachzudenken. Dabei kannst Du auch ruhig ein wenig um das Objekt herumgehen und schauen, aus welcher Perspektive es vielleicht noch interessanter aussehen könnte. Ein besonders einfacher Tipp zum Fotografieren von Gegenständen stammt von Fotograf Peter McKinnon: Begib Dich auf die Ebene Deines Motivs. In der Praxis bedeutet das, dass zum Beispiel Bilder von Gegenständen meist deutlich besser aussehen, wenn sie etwa aus Hüfthöhe fotografiert werden.

 Wenn Du Gegenstände besser fotografieren möchtest, solltest Du Dich auf ihre Ebene begeben. fullscreen
Wenn Du Gegenstände besser fotografieren möchtest, solltest Du Dich auf ihre Ebene begeben. (©Pixabay 2017)

2. Fotografiere durch ein anderes Objekt hindurch

Um besser fotografieren zu können, helfen manchmal schon kleine Änderungen Deiner Routine. Anstatt Dein Motiv also wie üblich direkt abzulichten, kannst Du daher beim nächsten Mal versuchen, durch ein anderes Objekt hindurch beziehungsweise an einem anderen Gegenstand vorbei zu fotografieren. Möchtest Du ein Bild im Wald aufnehmen, geh also vielleicht einen Schritt weiter zurück, sodass ein paar Blätter im Vordergrund hängen, und lege den Fokus dann auf Dein eigentliches Motiv. Willst Du eine Person fotografieren, lass einige Menschen mit ins Bild. Die kleine Unschärfe im Vordergrund verleiht Deinen Bildern mehr Tiefe und macht das Motiv insgesamt interessanter.

 Die Halme im Vordergrund sorgen für mehr optische Tiefe. Dein Foto sieht dadurch nicht nur besser aus, sondern wirkt auch interessanter. fullscreen
Die Halme im Vordergrund sorgen für mehr optische Tiefe. Dein Foto sieht dadurch nicht nur besser aus, sondern wirkt auch interessanter. (©Pixabay 2017)

3. Schau über den Tellerrand hinaus

Es gibt einfach Motive, die jeder auf dieselbe Weise ablichtet. Sei es nun der Petersdom in Rom, den jeder vom Petersplatz und der darauf zuführenden Allee aus fotografiert, oder andere Sehenswürdigkeiten. Stellst Du also fest, dass Du Dich auch gerade auf denselben Fleck stellst wie alle anderen – denk noch mal nach. Geh beispielsweise auf die andere Seite, mach eine Nahaufnahme, oder werde auf andere Weise kreativ beim Fotografieren. Tipps zu interessanten Perspektiven liefert Dir das Internet zuhauf.

 Eine neue Perspektive sorgt für ungewöhnliche Ansichten und hebt Deine Bilder von der Masse ab. fullscreen
Eine neue Perspektive sorgt für ungewöhnliche Ansichten und hebt Deine Bilder von der Masse ab. (©Pixabay 2017)

4. Achte auf ausreichend Licht

Tipps zum Thema Fotografieren gibt es viele, ein besonders großer Teil davon dreht sich aber um das Problem der richtigen Belichtung. Nicht ganz ohne Grund, immerhin lebt Dein Foto vom vorhandenen – oder eben nicht vorhandenen – Licht. Fotografierst Du in einem geschlossenen Raum, ist die einfachste Methode, für ausreichend Licht zu sorgen, ans Fenster zu gehen. Das erspart Dir gleichzeitig die Mühe, eigene Extra-Beleuchtung besorgen zu müssen. Reicht das nicht aus, oder das Licht ist aus einem anderen Grund nicht optimal, solltest Du ernsthaft in Erwägung ziehen, das Shooting auf einen anderen Tag oder eine andere Uhrzeit zu verlegen, wenn es sich irgendwie machen lässt.

Ein Tipp, auf den auch professionelle Fotografen gerne für Architekturfotos, Porträtaufnahmen im Freien und Ähnliches zurückgreifen, ist es, die sogenannte Golden Hour oder Magic Hour auszunutzen. Dabei handelt es sich um eine begrenzte Zeitspanne kurz vor Sonnenuntergang oder kurz nach Sonnenaufgang, in der das natürliche Licht besonders weich ist und sehr viele Rottöne aufweist. Willst Du es ganz genau wissen, kannst Du Dir den richtigen Zeitpunkt online errechnen lassen.

Um die Golden Hour optimal ausnutzen zu können, bietet es sich an, mit lichtstarken Objektiven zu arbeiten und ein Stativ zu verwenden. Hast Du kein solches zur Verfügung, tut es aber auch jeder andere feste Standpunkt, auf dem Du Deine Kamera positionieren kannst. Die Farbtemperatur Deiner Kamera solltest Du im unteren Bereich einstellen.

 Während der Golden Hour oder auch goldenen Stunde zeichnet sich das natürliche Licht durch besondere Weichheit und sehr viele Rottöne aus. fullscreen
Während der Golden Hour oder auch goldenen Stunde zeichnet sich das natürliche Licht durch besondere Weichheit und sehr viele Rottöne aus. (©Pixabay 2017)

5. Setz Dein Motiv in Szene

Ein schönes Foto braucht einen angemessenen Rahmen – und das gilt nicht nur für den aus Holz und Glas. Auch im Bild selbst solltest Du Dein Motiv ein wenig in Szene setzen. Das gilt umso mehr, wenn es sich um einen Gegenstand handelt. Anstatt diesen nur alleine abzulichten, versuche das Bild mit einigen Requisiten aufzulockern. Positioniere am Rande des Bildausschnittes einige andere Objekte, die Dein zentrales Motiv einrahmen, der Fokus liegt aber natürlich weiter auf Deinem zentralen Gegenstand. Du wirst sehen, das Ergebnis wirkt viel dynamischer und interessanter, als ein "pures" Bild.

 Mit ein wenig Gesellschaft im Bild wirkt Dein Motiv gleich viel interessanter. fullscreen
Mit ein wenig Gesellschaft im Bild wirkt Dein Motiv gleich viel interessanter. (©Pixabay 2017)

6. Schummeln am PC erlaubt

Auch wenn Du sämtliche Tipps zum Fotografieren gewissenhaft einhältst, kann es immer mal passieren, dass ein Bild trotzdem nicht Deinen Erwartungen entspricht. Oder vielleicht möchtest Du Deiner Aufnahme noch einen zusätzlichen Effekt hinzufügen? Hier bieten sich kostenlose Bildbearbeitungsprogramme wie PhotoScape an. Kleine Schnitzer in der Beleuchtung, zu schwache Farben und Ähnliches kannst Du so auf ganz einfache Weise wegschummeln. Möchtest Du ein eigentlich gelungenes Bild noch etwas besser oder lustiger gestalten, hast Du mit einigen Programmen außerdem die Möglichkeit, Schrift, Effekte oder Comic-Elemente einzufügen. Der Fantasie sind quasi keine Grenzen gesetzt und Du erhältst dadurch eine simple Methode, Deine Bilder immer wieder neu zu erfinden.

 Bildbearbeitungsprogramme wie PhotoScape helfen Dir zwar nicht dabei, direkt besser zu fotografieren, sorgen aber im Nachhinein für den nötigen Feinschliff oder auch lustige Effekte. fullscreen
Bildbearbeitungsprogramme wie PhotoScape helfen Dir zwar nicht dabei, direkt besser zu fotografieren, sorgen aber im Nachhinein für den nötigen Feinschliff oder auch lustige Effekte. (©PhotoScape 2017)

Zusammenfassung

  1. Nimm Dir kurz Zeit zum Überlegen, bevor Du losknipst. Achte auf eine interessante Perspektive und begib Dich auf die Ebene Deines Objektes
  2. Fotografiere durch ein anderes Objekt hindurch oder an etwas anderem vorbei, um mehr Tiefenwirkung zu erzeugen
  3. Werde kreativ und fotografiere ein bestimmtes Motiv nicht so, wie alle anderen es üblicherweise immer tun
  4. Achte auf ausreichend Licht und mache Dir beispielsweise die sogenannte "Golden Hour" zunutze. Die "Golden Hour" liegt immer kurz vor dem Sonnenuntergang oder kurz nach Sonnenaufgang
  5. Sorge für etwas Abwechslung im Bild
  6. Verleih Deinen Bildern am PC den letzten Schliff

Neueste Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben