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Filterkaffee kochen: 6 Tipps für den perfekten Kaffeegenuss

Wasser, Kaffee, Filter und diese sechs Tipps: Mehr braucht es nicht für einen leckeren Filterkaffee!
Wasser, Kaffee, Filter und diese sechs Tipps: Mehr braucht es nicht für einen leckeren Filterkaffee! (©Pexels 2016)

Espressomaschinen sind die Stars der Kaffeewelt, doch auch der gute alte Filterkaffee ist zu wahren Glanzleistungen fähig – wenn er gut gemacht ist! Mit diesen sechs Tipps holst Du das Beste aus dem Heißgetränk-Klassiker heraus.

1. Auf die Bohne kommt es an!

 Die Basis jedes guten Filterkaffees sind gute Kaffeebohnen. fullscreen
Die Basis jedes guten Filterkaffees sind gute Kaffeebohnen. (©Pixabay 2016)

Verzichte auf den Billigkaffee vom Discounter und teste ein paar hochwertige Röstungen aus. Bei kleinen Röstereien gibt es häufig Probierportionen oder sogar Verköstigungen, sodass Du mit ein bisschen Herumprobieren Deinen persönlichen Lieblingskaffee entdecken kannst. In der Regel werden für die Zubereitung von Filterkaffee die Bohnensorten Arabica und Robusta verwendet. Letztere zeichnen sich durch einen besonders hohen Koffeingehalt sowie ein leicht malziges, erdiges Aroma aus. Die Sorte Arabica gilt hingegen als mild, süß und leicht fruchtig. Am Ende entscheidet Dein Geschmack, welche Sorte in die Tasse kommt, oder ob Du zum Beispiel eine Mischung aus beiden bevorzugst.

2. Frisch gemahlen schmeckt's am besten

 Bewährt: Mechanische Kaffeemühlen mit Handkurbel tun auch heute noch tadellos ihren Dienst. fullscreen
Bewährt: Mechanische Kaffeemühlen mit Handkurbel tun auch heute noch tadellos ihren Dienst. (©Pixabay 2017)

Wer auf ein besonders vollmundiges Aroma seines Filterkaffees Wert legt, sollte die Bohnen jedes Mal vor dem Kochen mit einer Kaffeemühle frisch mahlen. Eine alte Handmühle tut ihren Dienst dabei hervorragend, es gibt aber natürlich auch elektrische Kaffeemühlen, die Dir diese mühsame Arbeit abnehmen. Achte darauf, dass der Mahlgrad nicht zu fein ist: Dann setzen sich zu viele Bitterstoffe frei, die den Geschmack beeinträchtigen. Ein mittelfeiner Mahlgrad bringt die Aromen am besten zur Geltung.

3. Handarbeit lohnt sich

 Volle Kontrolle: Mit einem Handfilter aus Porzellan bereitest Du Deinen Filterkaffee exakt nach Deinen Vorstellungen zu. fullscreen
Volle Kontrolle: Mit einem Handfilter aus Porzellan bereitest Du Deinen Filterkaffee exakt nach Deinen Vorstellungen zu. (©Thinkstock/Markus W. Lambrecht 2017)

Guter Filterkaffee gelingt zwar manchmal auch mit einer Kaffeemaschine, zuverlässig besser schmeckt er jedoch, wenn er mit einem Handfilter aus Porzellan aufgebrüht wird. Hier kannst Du die Wassertemperatur selbst bestimmen, zudem werden die Aromen durch das Aufgießen per Hand gleichmäßiger extrahiert. Bei einem Papierfilter empfehlen Profis, bereits den leeren Filter einmal mit heißem Wasser zu übergießen. So werden feine Papierfasern entfernt, die sonst im Kaffee gelandet wären und den Geschmack beeinträchtigen hätten.

4. Mengenlehre

 Für Espressomaschinen kann der Kaffee kaum fein genug gemahlen sein. Bei Filterkaffee sieht das anders aus. fullscreen
Für Espressomaschinen kann der Kaffee kaum fein genug gemahlen sein. Bei Filterkaffee sieht das anders aus. (©Pexels 2017)

Zu stark, zu schwach – und irgendwo dazwischen liegt die richtige Menge Kaffeepulver für den perfekten Filterkaffee. Wer es mit der Dosierung ganz genau nimmt, zählt deshalb nicht in Löffeln, sondern wiegt den Kaffee ab. 12 bis 18 Gramm pro Becher Kaffee sind ideal, über die genaue Menge entscheidet der persönliche Geschmack. Ist der Kaffee im Filter? Dann drücke vor dem Aufbrühen eine kleine Mulde in die Mitte, sodass das Pulver die Kegelform des Filters annimmt.

5. Wasserhärte

 Hierzulande ist das Wasser aus dem Wasserhahn in vielen Gegenden problemlos für die Kaffeezubereitung geeignet. fullscreen
Hierzulande ist das Wasser aus dem Wasserhahn in vielen Gegenden problemlos für die Kaffeezubereitung geeignet. (©Pexels/Karolina Grabowska 2017)

Frisches Wasser ist neben dem Kaffeepulver die zweite essenzielle Zutat für guten Filterkaffee. Die Qualität des Wassers wirkt sich dabei auch auf den Geschmack des Kaffees aus. Als optimal gilt ein Härtegrad von sieben oder acht, den genauen Härtegrad Deines Leitungswassers erfragst Du bei Deinem Wasserversorger. Sollte das Leitungswasser einen höheren Kalkgehalt aufweisen oder allgemein von nicht so hoher Qualität sein, bietet es sich an, es vor dem Kochen durch einen Wasserfilter laufen zu lassen. Ganz anspruchsvolle Genießer brühen ihren Kaffee mit stillem Mineralwasser auf.

6. Wassertemperatur

 Heiß, aber nicht mehr kochend: So sollte das Wasser sein, bevor es mit leichten Schwenkbewegungen in den Kaffeefilter gefüllt wird. fullscreen
Heiß, aber nicht mehr kochend: So sollte das Wasser sein, bevor es mit leichten Schwenkbewegungen in den Kaffeefilter gefüllt wird. (©Pixabay 2017)

Für richtig leckeren Filterkaffee muss das Wasser außerdem die richtige Temperatur haben. Kochendes Wasser direkt aus dem Wasserkocher ist zu heiß. Lasse es nach dem Kochen daher etwa eine Minute stehen, damit es die optimale Temperatur zwischen 92 und 96 Grad Celsius erreichen kann. Erst dann wird es in den Filter gegossen – aber langsam! Gib zuerst einen Schuss heißes Wasser in die Mulde in der Mitte des Kaffeepulvers und lass den Kaffee kurz quellen. Gib danach das restliche Wasser in kreisenden Bewegungen in den Filter.

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