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Food-Fotografie: Essen lecker fotografieren mit diesen 8 Tipps

Licht, Kamera, Essen! Mit ein paar Tipps gelingen Food-Fotos perfekt!
Licht, Kamera, Essen! Mit ein paar Tipps gelingen Food-Fotos perfekt! (©Getty Images/iStockphoto 2017)

Food-Fotografie ist die Kunst, Essen schmackhaft in Szene zu setzen. Ob für den eigenen Foodblog, für Instagram oder einfach so: Diese acht Tipps und Tricks sorgen dafür, dass Deine kulinarischen Kreationen nicht nur gut schmecken, sondern auch fantastisch aussehen.

1. Gut vorbereiten

Gute Planung ist bei Food-Fotografie besonders wichtig: Schließlich bleibt das Essen nicht ewig frisch und sollte möglichst direkt nach dem Anrichten abgelichtet werden. Mache Dir deshalb schon ganz zu Beginn Deines Vorhabens Gedanken um die Umsetzung: Was willst Du kochen und fotografieren? Wie möchtest Du das Essen arrangieren? Welche Dekoration bietet sich an? Die richtige Planung und Inszenierung Deines Food-Fotos ist dann übrigens auch wichtiger und folgenschwerer als zum Beispiel die Art der verwendeten Kamera. Auch mit einem einigermaßen aktuellen Smartphone lassen sich schon äußerst passable Ergebnisse erzielen, wenn die Vorarbeit stimmt.

2. Frisch einkaufen

 Frische Zutaten bekommst Du zuverlässig auf einem Wochenmarkt. fullscreen
Frische Zutaten bekommst Du zuverlässig auf einem Wochenmarkt. (©Pexels/Ed Gregory 2017)

Natürlich sieht ein Gericht nur dann so richtig frisch aus, wenn es auch aus richtig frischen Zutaten zubereitet wurde. Achte daher schon beim Einkauf auf Ansehnlichkeit: Obst und Gemüse sollten leuchtende Farben haben und frei von Druckstellen sein. Fleisch und Fisch in Bioqualität bleiben beim Garen voluminös und sacken nicht in sich zusammen. Kaufe frische Kräuter, die Du als Dekoration verwenden kannst, und halte außerdem Ausschau nach ungewöhnlichen Zutaten, die sich als Bildelemente neben dem Teller gut machen.

3. Die Deko macht's!

 Eine helle Suppe lässt sich auf hellen Holzbrettern passend inszenieren. Frische Kräuter setzen Farbakzente. fullscreen
Eine helle Suppe lässt sich auf hellen Holzbrettern passend inszenieren. Frische Kräuter setzen Farbakzente. (©Pexels 2017)

Die richtige Präsentation vor einem ansprechenden Hintergrund ist die halbe Miete bei der Food-Fotografie. Besorge Dir daher schönes Geschirr, Servietten, Tischdecken und andere hübsche Unterlagen. Damit setzt Du Dein Essen angemessen in Szene – zum Beispiel rustikal auf Olivenholzbrettern und Tischdecken im Landhausstil oder modern auf originell geformtem, weißen Porzellan. Als zusätzliche Deko-Elemente verwendest Du zum Beispiel interessante Kochutensilien, frische Kräuter, Gewürze und Zutaten, die mit dem inszenierten Gericht zu tun haben – etwa einige knackige Tomaten neben einer Schale mit Tomatensuppe. Achte aber darauf, das Bild nicht mit Deko zu überladen. Weniger ist mehr!

4. Fotogen kochen

 Nach dem Fotografieren das Wichtigste bei der Food-Fotografie: das Essen. fullscreen
Nach dem Fotografieren das Wichtigste bei der Food-Fotografie: das Essen. (©Pexels/Andrew Weber 2017)

Foto und Deko sind konkret durchgeplant? Dann wird's jetzt im wahrsten Sinne des Wortes heiß! Achte beim Zubereiten Deines kulinarischen Fotoobjekts darauf, die Zutaten nur leicht zu garen. Gemüse erscheint dann knackiger, Fleisch und Fisch saftiger. Verkochtes Essen schmeckt eben nicht nur mittelmäßig, es sieht auch so aus. Ein Tipp, falls Du nicht nur fotografieren, sondern auch essen möchtest: Verzehre die Mahlzeit, solange sie heiß ist, und stell etwas davon beiseite, um es anschließend fürs Foto anzurichten. Der Kamera ist schließlich egal, ob das Essen kalt oder heiß ist. Deinem Gaumen nicht.

5. Bildkomposition

 Ein Beispiel für Bildkomposition mit dem Goldenen Schnitt: Der Fokus liegt nicht auf der Bildmitte, sondern leicht nach oben rechts verschoben. fullscreen
Ein Beispiel für Bildkomposition mit dem Goldenen Schnitt: Der Fokus liegt nicht auf der Bildmitte, sondern leicht nach oben rechts verschoben. (©Pexels 2017)

Das fertige  Essen ist auf dem Teller, nun muss der Teller aufs Bild. Natürlich kannst Du ihn einfach in der Bildmitte platzieren und die Dekoration drum herum anordnen. Für Abwechslung sorgt aber zum Beispiel eine Bildkomposition nach dem Goldenen Schnitt: Dabei ordnest Du Teller und Deko so an, dass der Fokus nicht auf der Bildmitte, sondern auf einem versetzten Punkt liegt – am besten in der oberen rechten Bildecke, denn die Betrachtungsrichtung eines Bildes verläuft von links nach rechts. Durch die Dekoration kannst Du den Blick dabei auf das Wesentliche hinlenken. Ein Tipp, falls Du mit Glasgeschirr oder Silberbesteck arbeitest: Trage beim Arrangieren Stoffhandschuhe, um unschöne Fingerabdrücke zu vermeiden.

6. Ins richtige Licht setzen

Am besten wirken Food-Fotos in natürlichem, hellem Tageslicht. Falls es darum gerade schlecht bestellt ist, kannst Du Dir auch mit Tageslichtlampen, einer mit Backpapier gedämpften Schreibtischlampe oder speziellen Foto-Softboxen behelfen. Achte darauf, das Essen so auszuleuchten, dass keine Schatten im Hintergrund zu sehen sind. Teste die Ausleuchtung am besten schon vor dem Anrichten mit einem Dummy, der dann durch das fertige Essen ersetzt wird – das spart Zeit und Nerven. Investiere außerdem in ein Stativ, um das Bild zu stabilisieren und den idealen Aufnahmewinkel festzuhalten. Wenn Du mit Kunstlicht fotografierst, solltest Du mit Deiner Kamera einen Weißabgleich vornehmen, um die Farbechtheit zu garantieren. Falls Du nicht weißt, wie das geht, schau in der Anleitung Deines Kameramodells nach.

7. Winkel und Bildausschnitt

 Kunstvoll geschichtete Hamburger kommen aus einem seitlichen Winkel am besten zur Geltung. fullscreen
Kunstvoll geschichtete Hamburger kommen aus einem seitlichen Winkel am besten zur Geltung. (©Pexels 2017)

Je nach Art des Essens, das Du fotografieren willst, bieten sich bei der Food-Fotografie unterschiedliche Winkel an. Suppen fotografierst Du zum Beispiel am effektvollsten frontal von oben, während Fleischgerichte in einer seitlichen Aufnahme besser zur Geltung kommen. Welchen Winkel und welche Perspektive Du wählst, hängt auch davon ab, ob Du das Essen komplett aufs Foto bekommen willst oder ob Du auf einen kleineren Bildausschnitt mit einer Detailansicht abzielst. Hier kann keine Anleitung und kein Tutorial absolute Wahrheiten beanspruchen. Stattdessen sind Erfahrungswerte wichtig, also probiere Dich nach Herzenslust aus!

8. Nachbearbeiten

Für manche Fotografen kommt die Nachbearbeitung von Fotos mit Programmen wie Photoshop nicht infrage – schließlich wird durch die digitalen Tricks das eigentliche Foto verfälscht. Richtig eingesetzt kann die Bildbearbeitung aber aus einem guten Foto noch mehr herausholen: So kannst Du die Helligkeit nachträglich anpassen, den Kontrast schärfen oder kleinere Unschönheiten wie einen Soßenfleck auf einem ansonsten weißen Teller unauffällig korrigieren. Wohlgemerkt "unauffällig", denn als Faustregel gilt: Wenn die Nachbearbeitung sichtbar ist, ist es zu viel des Guten.

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