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Gemüse kochen: Mit diesen 6 Tipps gängige Kochfehler vermeiden

Kein Selbstgänger am Herd: Beim Gemüsekochen kann so manches schiefgehen.
Kein Selbstgänger am Herd: Beim Gemüsekochen kann so manches schiefgehen. (©George Doyle/Valueline/Thinkstock 2017)

Mal eben das perfekte Gemüse kochen? Gar nicht so einfach! Kochfehler sind weit verbreitet. Egal, ob Du Kartoffeln, Möhren oder Brokkoli kochen willst – es gibt einige grundlegende Tipps, die Du beherzigen solltest. Hier liest Du die sechs wichtigsten.

Gemüse gehört auf jeden Speiseplan, denn es ist nicht nur sehr gesund, sondern wird – richtig zubereitet – auch richtig lecker. Allerdings kann beim Kochen allerhand schiefgehen. Und das führt nicht selten dazu, dass das Gemüse seine wertvollen Inhaltsstoffe verliert. Lies hier, wie Du weitverbreitete Kochfehler mit der richtigen Zubereitung umgehst.

1. Tiefgefrorenes Gemüse nicht zu lange auftauen lassen

 Gefrorenes Gemüse sollte sofort in den Kochtopf wandern. fullscreen
Gefrorenes Gemüse sollte sofort in den Kochtopf wandern. (©Issaurinko/iStock/Thinkstock 2017)

Es ist gang und gäbe, tiefgefrorenes Gemüse vor dem Kochen in aller Ruhe auftauen zu lassen. Oder aber das Gemüse wird nach dem Einkaufen gar nicht erst in der Tiefkühltruhe verstaut und erst Stunden später zubereitet – ein sehr ungünstiger Kochfehler, denn durch den Auftauvorgang verliert das Gemüse einen Teil seiner so wichtigen Vitamine und Spurenelemente. TK-Gemüse sollte immer im gefrorenen Zustand im Topf landen! Schon beim Einkaufen gilt: Achte darauf, dass das Gemüse möglichst nicht auftaut, indem Du zum Beispiel eine isolierte Tragetasche benutzt.

2. Maßhalten mit Wassermenge und Temperatur

 Gemüse darf nicht zu stark erhitzt werden. fullscreen
Gemüse darf nicht zu stark erhitzt werden. (©Toa55/iStock/Thinkstock 2017)

Wichtig: Wenn Du Gemüse kochen willst, verwende so wenig Wasser wie möglich. Das gilt vor allem bei gefrorenem Gemüse, weil es in der Regel von einer dünnen Eisschicht umgeben ist, die beim Erwärmen in zusätzliche Flüssigkeit umgewandelt wird. Ein weiterer Grund für wenig Wasser: Der direkte Kontakt mit Wasser hat nicht nur zur Folge, dass Form, Farbe und Eigengeschmack des Gemüses teilweise verloren gehen, sondern auch Vitamine und Nährstoffe. Außerdem darf Gemüse nicht zu stark erhitzt werden. Das zerstört ebenfalls die gesunden Inhaltsstoffe von Brokkoli, Kartoffeln und Co., was uns zum nächsten Kochfehler führt.

3. Zubereitung individuell an das Gemüse anpassen

 Wer Brokkoli kochen will, sollte auf die Technik des Dampfgarens setzen. fullscreen
Wer Brokkoli kochen will, sollte auf die Technik des Dampfgarens setzen. (©lisatop/iStock/Thinkstock 2017)

Gemüse ist nicht gleich Gemüse! Nicht alles sollte einfach in einem Topf mit kochendem Wasser laden. Denn neben dem Kochen gibt es auch andere Zubereitungsmethoden wie das Blanchieren, Dünsten, Schmoren, Grillen oder Dämpfen. Und je nach Gemüsesorte solltest Du die Zubereitungsart individuell auswählen. Das Dämpfen ist die schonendste Art, Gemüse zuzubereiten, denn dabei bleibt ein Großteil der Vitamine im Gemüse erhalten. Wenn Du Brokkoli kochen willst, solltest Du ebenfalls vom Kochen in Wasser absehen! Brokkoli solltest Du besser in einem Topf mit Siebeinsatz oder in einem speziellen Dampfgarer zubereiten – so behält er einen Großteil seines Eigengeschmacks. Das gilt übrigens auch für Blumenkohl.

Das Blanchieren bietet sich hingegen bei Gemüsesorten mit kurzen Garzeiten an – dazu zählen etwa Blattspinat, Zuckerschoten und Blätter verschiedener Kohlarten. Bei dieser Zubereitungsart wird das gewaschene Gemüse für wenige Minuten in kochendes Salzwasser gegeben und dann in Eiswasser abgeschreckt. Blanchiertes Gemüse kannst Du anschließend auch problemlos einfrieren, um es später zu essen, da durch den Prozess Keime abgetötet werden.

4. Bloß nicht die Garflüssigkeit wegschütten!

 Aus der Flüssigkeit, in der Du Gemüse gekocht hast, kannst Du tolle Soßen zaubern. fullscreen
Aus der Flüssigkeit, in der Du Gemüse gekocht hast, kannst Du tolle Soßen zaubern. (©Purestock/Thinkstock 2017)

Wer nicht nur sein Gemüse kochen, sondern auch gleich eine leckere Soße zubereiten will, der sollte die Garflüssigkeit keinesfalls einfach in den Ausguss kippen. Das Gemüsewasser ist wertvoll und reich an Vitaminen und weiteren Inhaltsstoffen, die beim Kochen aus dem Gemüse gewaschen wurden. Auch für Gemüsesuppen eignet sich die Garflüssigkeit hervorragend– das gilt übrigens besonders für das Kochwasser von Spargel und Blumenkohl!

5.  Gemüse kochen: Bitte nicht alles auf einmal!

 Einige Gemüsearten sind schneller gar als andere. fullscreen
Einige Gemüsearten sind schneller gar als andere. (©MarinaZg/iStock/Thinkstock 2017)

Unterschiedlich Gemüsesorten haben auch unterschiedliche Garzeiten. Daher ist es denkbar ungünstig, Karotten, Brokkoli, Tomaten und Pilze alle gleichzeitig in einen großen Topf zu werfen, wenn Du das Gemüse kochen willst. Die Konsequenz könnte sein, dass die Möhren noch gar nicht durchgegart sind, während die Pilze bereits total verkochen. Doch diesen Kochfehler kannst Du vermeiden, indem Du die Gemüsesorten vorab trennst und zum Beispiel Kohlrabi als Erstes in den Topf gibst und erst gegen Ende weicheres Gemüse wie Tomaten, Zucchini oder Pilze hinzugibst. Tipp: Festeres Gemüse kannst Du in kleinere Stücke zerschneiden, dann gart es schneller.

6. Endlich richtig Kartoffeln kochen: Hier ist Genauigkeit gefragt

 Wer die perfekten Kartoffeln kochen will, sollte penibel zu Werke gehen. fullscreen
Wer die perfekten Kartoffeln kochen will, sollte penibel zu Werke gehen. (©Katarzyna Bialasiewicz/iStock/Thinkstock 2017)

Wenn Du jedes Mal verzweifelt, wenn Du Kartoffeln kochen sollst, lass Dir gesagt sein: Es ist wirklich gar nicht so einfach! So ziemlich jeder Hobbykoch dürfte schon einmal das Problem gehabt haben, dass die Kartoffeln zu hart oder zu weich geworden sind. Der Trick liegt in gleichgroß geschnittenen Stücken! Sei hier sehr penibel, denn so stellst Du sicher, dass alle Kartoffeln zeitgleich gar sind. Für gewöhnlich benötigen Kartoffeln 15 bis 20 Minuten Garzeit – je nachdem, wie klein Du sie geschnitten hast. Um festzustellen, ob eine Kartoffeln durchgegart ist, kannst Du den Gabeltest machen: Wenn sich die Gabel butterweich durch die Kartoffel stechen lässt, ist sie gar. Wenn Du in der Mitte auf einen gewissen "Widerstand" triffst, solltest Du Deinen Kartoffeln noch ein paar Minuten gönnen.

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