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Glaskugel-Fotografie: 7 Tipps zu Größe, Technik und Co.

Die Welt in der Kugel: Die Glaskugel-Fotografie schafft wundervoll verträumte Bilder.
Die Welt in der Kugel: Die Glaskugel-Fotografie schafft wundervoll verträumte Bilder. (©Getty Images/iStockphoto 2017)

Bei der Glaskugel-Fotografie steht die Welt Kopf: In dem runden Utensil spiegelt sich alles um 180 Grad gedreht, was für tolle Foto-Effekte sorgt. Mit diesen sieben Tipps und Tricks gelingen auch Dir tolle Aufnahmen durch die Glaskugel!

1. Die richtige Größe

 Die Glaskugel sollte handlich sein, aber auch genug Platz für ein schönes Motiv bieten. fullscreen
Die Glaskugel sollte handlich sein, aber auch genug Platz für ein schönes Motiv bieten. (©Getty Images/iStockphoto 2017)

Glaskugeln zum Fotografieren gibt es in unterschiedlichen Durchmessern, aus denen Du die richtige Größe für Deine Zwecke auswählen musst. Die Kugel sollte nicht zu klein sein, allerdings ist so eine massive Glaskugel ganz schön schwer und deshalb für ausgedehnte Fototouren nur bedingt geeignet. Ein Durchmesser von acht oder zehn Zentimetern ist ideal, wobei die Zehn-Zentimeter-Glaskugel schon ordentlich schwer in der Tasche liegt. Am besten vor dem Kauf einmal probeheben! Achte außerdem darauf, dass die Glaskugel absolut klar und frei von Lufteinschlüssen ist, denn die findest Du sonst auf jedem Deiner Fotos wieder. Aus diesem Grund solltest Du die Glaskugel auch vor jedem Shooting gründlich mit einem Mikrofasertuch von Fingerabdrücken reinigen.

2. Motivauswahl

 Beeindruckende Architektur und große Freiflächen sind eine perfekte Kombination für die Glaskugel-Fotografie. fullscreen
Beeindruckende Architektur und große Freiflächen sind eine perfekte Kombination für die Glaskugel-Fotografie. (©Getty Images/iStockphoto 2017)

Theoretisch kannst Du Deine Glaskugel natürlich an jedem beliebigen Ort fotografieren. Besonders eindrucksvoll geraten aber Fotos von weitläufigen Flächen, aus denen vereinzelte Höhepunkte herausragen – zum Beispiel ein großer Platz, der von Hochhäusern umgeben ist, eine Waldlichtung mit wenigen Bäumen oder ein Schiff auf einem See. Natürlich kommt es bei der Glaskugel-Fotografie aber wie sonst auch vor allem auf Deinen persönlichen Geschmack an. Probiere deshalb am besten ausgiebig aus, welche Orte und Motive gut im Zusammenspiel mit der Kugel wirken.

3. Gut fixieren

 Auf Holzoberflächen bleibt Deine Glaskugel manchmal von allein am Platz. Bei glatterem Untergrund musst du eventuell nachhelfen. fullscreen
Auf Holzoberflächen bleibt Deine Glaskugel manchmal von allein am Platz. Bei glatterem Untergrund musst du eventuell nachhelfen. (©Pexels 2017)

Wenn Du Dich für einen fotogenen Ort entschieden hast, musst Du die Glaskugel irgendwie befestigen und am Wegrollen hindern. Manchmal kommen Dir dabei Astlöcher, Baumstümpfe, Kuhlen im Gras oder Unebenheiten im Teer einer Straße zu Hilfe. Wenn die Ablagefläche zu glatt ist, behilfst Du Dir zum Beispiel mit einer leeren Tesafilmrolle, einem Gummiring oder einem speziellen Glaskugelstativ. Wichtig ist dabei nur, dass das Stativ möglichst nicht mit gespiegelt wird und dadurch auf dem Foto zu sehen ist. Um Fotos zu schießen, bei denen die Glaskugel in der Hand gehalten wird, empfiehlt es sich, einen Freund um Hilfe zu bitten. Festhalten und Fotografieren gleichzeitig wird nämlich leicht zur wackligen und anstrengenden Angelegenheit.

4. Objektiv und Einstellungen

Damit Du Dich beim Fotografieren nicht selbst in der Glaskugel spiegelst, ist ein ausreichender Abstand wichtig. Mit einem Teleobjektiv gelingt das sehr leicht, allerdings solltest Du hierbei ein Stativ verwenden, damit das Bild nicht verwackelt. Auch mit anderen Objektiven kannst Du jedoch tolle Glaskugel-Fotos schießen– achte einfach vor dem Fotografieren noch einmal auf die Spiegelung in der Kugel und stelle sicher, dass nur das zu sehen ist, was auch zu sehen sein soll. Experimentiere außerdem mit den Einstellungen Deiner Kamera – ein niedriger ISO-Wert und eine kurze Belichtungszeit bieten sich für die Glaskugel-Fotografie zum Beispiel an. Vermeide Fotos mit Blitz, denn der spiegelt sich als heller Punkt in der Kugel.

5. Fokussieren

 Bei der Glaskugel-Fotografie ist das Motiv in der Kugel meist scharf, während es im Hintergrund stark verschwommen erscheint. fullscreen
Bei der Glaskugel-Fotografie ist das Motiv in der Kugel meist scharf, während es im Hintergrund stark verschwommen erscheint. (©Getty Images/iStockphoto 2017)

Der Fokus sollte bei der Glaskugel-Fotografie selbstverständlich auf dem Motiv in der Kugel liegen. Stellst Du nur auf die Kugel scharf, wird das Motiv darin unscharf. Den typischen Glaskugel-Effekt erreichst Du, indem Du mit einer offenen Blende fotografierst, sodass der Hintergrund unscharf wird, während die Spiegelung in der Glaskugel scharf ist. Je nach gewünschter Tiefenschärfe ist eine Brennweite von 24 bis 35 Millimetern empfehlenswert.

6. Vorsicht, heiß!

Eine Glaskugel wirkt wie eine starke Linse, die das Licht bündelt. Das sorgt für den gewünschten Effekt, dass Dein Motiv auf dem Kopf steht, kann bei trockenem Wetter aber auch Ärger bringen: Wenn die Kugel Sonnenstrahlen bündelt, setzt sie an ihrem Brennpunkt knapp außerhalb der Oberfläche ungeahnte Hitze frei. Bei Fotosessions im Wald steckt sie dann möglicherweise den Boden in der Nähe in Brand! Behalte Deine Glaskugel deshalb bei sonnigem Wetter immer im Auge und handhabe sie vorsichtig, damit Du Dich nicht verbrennst.

7. Nachbearbeitung

 Toller Effekt: Schwarzweiß-Filter machen Deine Glaskugel-Fotos besonders stilvoll. fullscreen
Toller Effekt: Schwarzweiß-Filter machen Deine Glaskugel-Fotos besonders stilvoll. (©Getty Images/iStockphoto 2017)

Mit digitaler Nachbearbeitung holst Du aus deinen Glaskugel-Fotos noch mehr heraus! Ein einfacher, aber ziemlich effektvoller Tipp: Drehe das Bild um 180 Grad – so steht das Motiv in der Kugel aufrecht und die "Außenwelt" auf dem Kopf. Auch Schwarzweiß-Filter sind in Kombination mit Glaskugel-Fotografien ziemlich eindrucksvoll.

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