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IFA 2016: Das waren die 9 Highlights der TURN ON-Redakteure

Die IFA bot auch dieses Jahr wieder zahlreiche Highlights.
Die IFA bot auch dieses Jahr wieder zahlreiche Highlights. (©TURN ON 2016)

Wenn die größte Technikmesse Europas ruft, ist TURN ON natürlich dabei! Die IFA 2016 lockte uns mit jeder Menge frischen Produkten und neuen Trends. Welche 9 Dinge unseren Redakteure besonders im Gedächtnis geblieben sind, verraten sie Dir hier.

Die IFA 2016 hat vom 2. bis zum 7. September zahlreiche Technikinteressierte nach Berlin gelockt. Für TURN ON ging es allerdings schon etwas früher los. Unsere Redakteure Patrick, Meru und Franzi, unser Kameramann Christian und unsere YouTuber Alex und Jens durften sich bereits ab dem 30. August – noch fernab des Besuchertrubels – auf den Pressetagen der Messe umsehen. Was den Schreiberlingen von der diesjährigen Funkausstellung besonders im Gedächtnis geblieben ist, erzählen sie Dir gern.

1. Smarte Kühlschränke & die Küche der Zukunft

Franziska Schütze

 Smarte Kühlschränke waren bei jedem großen Hersteller auf der IFA präsent. fullscreen
Smarte Kühlschränke waren bei jedem großen Hersteller auf der IFA präsent. (©TURN ON 2016)

Haushaltsprodukte sind zum Gähnen und Smart Home noch ein Nischenthema für Technik-Freaks? Nicht, wenn man sich in der smarten Küche von Panasonic auf der IFA 2016 umgesehen hat! Doch nicht nur hier, auch bei vielen anderen Herstellern entstand der Eindruck: In den kommenden Jahren lässt sich das Thema Smart Home immer besser greifen, anfassen und erleben. Schon bald gilt man wohl als outdated, wenn man einen Kühlschrank hat, der nur eines macht – nämlich Lebensmittel kühlen. Der Kühlschrank der Zukunft hat wahlweise Android oder Windows installiert und lässt sich ganz einfach per Touchscreen bedienen. Den Liebsten am digitalen Memo-Board eine Notiz zu hinterlassen, ist damit noch eine der leichtesten Aufgaben. Viel beeindruckender war die Vorstellung, bei der ein smarter Kühlschrank zu einem Wein passende Gerichte vorschlug und die Zubereitungsanweisung per Chefkoch-Vorführung auf eine transparente Glasscheibe in der Küche warf. Aber sieh' besser selbst:

2. Energous WattUpp: Strom ohne Stromkabel

Patrick Schulze

Stell Dir vor, Du könntest Dein Smartphone in Zukunft laden, indem Du es Zuhause einfach ohne Kabel auf einen Tisch legst – oder auf die Couch. Und zusätzlich zu Deinem Phone kannst Du auch noch Deinen MP3-Player, Deine Bluetooth-Kopfhörer und Deinen Fitness-Tracker aufladen. Mit der Technologie WattUpp von Energous soll das in Zukunft möglich werden. Diese soll elektrische Kleingeräte nämlich mit Hilfe von Radiowellen laden, die von einem Sender, der beispielsweise an einer Steckdose angebracht ist, völlig unsichtbar gesendet werden. Ein spezieller Akku "empfängt" diese Radiowellen und wandelt sie in elektrischen Strom um. Auf diese Weise sollen sich bis zu zwölf Geräte gleichzeitig über eine Distanz von maximal fünf Metern laden lassen – kabellos, unsichtbar und überhaupt ganz unkompliziert. Realisieren ließe sich so eine Technologie zum Beispiel über spezielle Akkuhüllen. Nach eigenen Angaben ist Energous bereits mit einer Vielzahl von Herstellern im Gespräch. Wir sind gespannt.

3. Brewie: Bierbrauen für DIY-Freaks

Meru Klee

Craft Beer liegt voll im Trend und so brachte ein ungarisches Start-up mit Brewie eine frische Idee auf die IFA. Mit dem DIY-Vollautomat können Hobby-Brauer frische Zutaten nach Wunsch zusammenstellen und so aus Malz und Hopfen ihr eigenes Bier brauen. Über die passende Mobile-App werden aktuelle Werte des Brau- und Fermentierungsvorgangs angezeigt und der Braumeister kann im laufenden Betrieb Einstellungen vornehmen. Wer mag, kann sogar Rezepte aus der Brewie-Community herunterladen oder eigene zur Verfügung stellen. Für Einsteiger stellt Brewie die Zutaten auf Wunsch in fertigen Paketen zur Verfügung. Preislich liegt das Gerät bei knapp unter 2000 Euro und schafft pro Ladung 20 Liter, das Ergebnis schmeckt tatsächlich wirklich gut!

4. DJI Osmo Mobile: Profi-Videos mit der Handy-Kamera

Franziska Schütze

Hersteller haben wohl etwas richtig gemacht, wenn man auf der IFA ein neues Produkt ausprobiert und sofort denkt: Das will ich haben! Mir ging das so am Stand von DJI – und zwar nicht mit einer Drohne. Interessanter fand ich den DJI Osmo Mobile, ein Gimbal-System für ruckelfreie Videos. Im Gegensatz zu bisherigen DJI-Gimbals mit eigener Kamera lässt sich das neue Modell mit nahezu jedem beliebigen Smartphone – von der Größe eines iPhone 5s bis hin zum Huawei Mate 8 – benutzen. Beim Ausprobieren war ich nicht nur beeindruckt davon, wie smooth der Drei-Achsen-Stabilisator meinen Handbewegungen folgt. Mit der DJI Go-App lässt sich auch ein praktisches Face-Tracking-Feature aktivieren. So folgt Dir die Smartphone-Kamera bei jeder Bewegung und Du kannst Dich in der Umgebung umsehen oder aufs Moderieren konzentrieren. Äußerst attraktiv finde ich zudem die Möglichkeit, Motion-Timelapse-Videos aufzunehmen. Damit ist der DJI Osmo Mobile nicht nur für Vlogger, sondern auch für Weltenbummler, Sportler und Videokünstler interessant.

5. Lenovo Yoga Book: Das Tablet neu gedacht

Patrick Schulze

Eine echte Überraschung gab es auf der IFA 2016 ausgerechnet bei Lenovo. Warum Überraschung? Weil der Hersteller mit dem Yoga Book ein Tablet vorgestellt hat, das es in dieser Form tatsächlich noch nie gegeben hat. Auf den ersten Blick sieht das Gerät noch nicht einmal nach Tablet aus, sondern eher nach Laptop. Doch spätestens wenn das Gerät auseinandergeklappt ist, stellt man fest, dass für einen Laptop ein wichtiges Element fehlt: die Tastatur. Dort wo sich bei einem Notebook normalerweise das Keyboard befindet, hat das Yoga Book nämlich nur ein gigantisches Touchpad. Auf diesem lässt sich zwar eine virtuelle Tastatur einblenden, die beim Tippen sogar ein Feedback in Form von Vibrationen gibt. Allerdings ist dieses Halo Keyboard nur einer von mehreren Anwendungszwecken für das Touchpad.

Tatsächlich funktioniert es nämlich auch als waschechtes Grafik-Tablet, auf dem der Anwender mit entsprechenden Zeichenstiften von Wacom zeichnen, malen oder schreiben kann. Das Tablet erkennt 2048 Druckstufen, doppelt so viele wie das Surface Pro 4, sodass neben dicken Strichen auch feine Linien und sogar Schraffuren möglich sind. Doch damit immer noch nicht genug. Wer möchte, legt auf das Touchpad des Yoga Book einen Schreibblock und zeichnet mit einer bestimmten Mine für den Wacom-Stift direkt auf diesem. Alles, was der Nutzer zeichnet, erscheint dann auf dem Display des Tablets.

6. Trekz Titanium: Der Sound aus dem Knochen

Meru Klee

 Die Kopfhörer übertragen Sound über die Wangenknochen und werden per Bluetooth angesteuert. fullscreen
Die Kopfhörer übertragen Sound über die Wangenknochen und werden per Bluetooth angesteuert. (©TURN ON 2016)

Eher zufällig entdeckte ich den Stand von Aftershokz, an dem mir ein junger Mann aus China die Trekz Titanium Kopfhörer vorstellte. Dieses Bluetooth-Headset wird vor den Ohren auf den Wangenknochen platziert, sodass die Gehörgänge komplett frei bleiben. Erstaunlicherweise wird der Sound glasklar über den Knochen an das Trommelfell transportiert, sodass Umweltgeräusche beim Joggen oder Fahrradfahren weiterhin ins Ohr gelangen. Das funktioniert erstaunlich gut, auch wenn der Klang bei weitem nicht mit mittelklassigen HiFi-Kopfhörern mithalten kann. Die Trekz Titanium können auch beim Telefonieren verwendet werden und sind für aktive Menschen ein Geheimtipp.

7. TomTom Touch: Der erste Fitness-Tracker mit Körperanalyse

Franziska Schütze

 Die TomTom Touch misst Körperfett und Muskelmasse. fullscreen
Die TomTom Touch misst Körperfett und Muskelmasse. (©TomTom 2016)

Fitness-Tracker gibt es mittlerweile wie Sand am Meer – glaub mir, nach unzähligen Testberichten für TURN ON kann ich ein Lied davon singen. Damit mir ein neues Modell in Erinnerung bleibt, muss es daher schon ein besonders interessantes Feature mitbringen. Im Fall der TomTom Touch ist das eine Körperanalyse-Funktion. Die Wearable-Neuheit soll als erster Fitness-Tracker überhaupt die Körperzusammensetzung bestimmen können und dennoch nur 149 Euro kosten. Laut Hersteller misst das Modell den prozentualen Körperfettanteil und die Muskelmasse – und zwar direkt am Handgelenk. Das finde ich aus dem Grund spannend, da der Fitness-Tracker den Körperfettanteil an einer anderen Stelle des Körpers ermittelt als handelsübliche Körperanalysewaagen, bei denen der Messimpuls vorwiegend durch die Beine geschickt wird. Dass die TomTom Touch natürlich auch Schritte zählt, den Schlaf überwacht, die Herzfrequenz misst und Smartphone-Benachrichtigungen anzeigt, muss eigentlich nicht mehr erwähnt werden, oder? Ich freue mich schon auf einen Test!

8. Cuciniale: Kochen mit dem Tablet

Patrick Schulze

 Das smarte Kochfeld von Cucuniale macht jeden zum Meisterkoch. fullscreen
Das smarte Kochfeld von Cucuniale macht jeden zum Meisterkoch. (©TURN ON 2016)

Ja, auch die smarte Kochplatte von Cuciniale zählt zu unseren IFA-Highlights. Eine Kochplatte klingt zwar zunächst nach etwas Langweiligem, aber da mit diesem Gadget wirklich jeder ein perfektes Steak hinbekommt, darf es in unserer Auflistung nicht fehlen. Gesteuert wird das Ganze über Sensoren und eine Tablet-App. Dabei erfasst ein Sensor in der Kochpfanne die Temperatur und den Garzustand des Fleisches und regelt über das Tablet automatisch die Temperatur des Kochfeldes. Über das Tablet bekommt der Koch gesagt, wann er das Fleisch wenden muss und am Ende kommt es gut durchgegart, aber saftig auf den Teller. Klingt simpel und ist auch simpel. Deshalb ist das smarte Kochfeld von Cuciniale zu Recht in unseren Highlights gelandet.

9. Berlin: Die IFA in Sommerstimmung

Meru Klee

 Blauer Himmel über Berlin. fullscreen
Blauer Himmel über Berlin. (©TURN ON 2016)

Das Wetter meinte es gut mit den IFA-Besuchern – nicht nur an den Pressetagen war es durchgehend schön. Berlin zeigte sich also auch zu den zahlreichen Abendveranstaltungen von seiner schönen Seite, was die Wege zwischen den teilweise abgelegenen Locations im Stadtgebiet deutlich angenehmer machte. Gerade Musikfans, die sich im Rahmen des IFA-Sommergartens auf Konzerte von den Fantastischen Vier und anderen Bands freuen durften, wurden extrem verwöhnt. Somit war die Ausstellung auch abseits der klimatisierten Messehallen ein echtes Sommer-Highlight.

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