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Kartoffeln kochen: 7 Fragen und Antworten rund um die Erdäpfel

Kartoffeln sind ein Grundnahrungsmittel. Umso wichtiger ist es, sie richtig zu kochen!
Kartoffeln sind ein Grundnahrungsmittel. Umso wichtiger ist es, sie richtig zu kochen! (©Pixabay 2017)

Wie viel Wasser, wie lange, mit Salz oder ohne: Wer Kartoffeln kochen möchte, steht hin und wieder vor einer dieser Entscheidungen am Herd. Hier sind sieben häufige Fragen rund um die beliebten Knollen – und die Antworten dazu.

1. In wie viel Wasser sollten Kartoffeln kochen?

 Leicht mit Wasser bedeckt – so kochen Kartoffeln am besten. fullscreen
Leicht mit Wasser bedeckt – so kochen Kartoffeln am besten. (©Eugen Weide/Getty Images/Hemera/Thinkstock 2017)

Kartoffeln sollten immer in kaltem Wasser aufgesetzt werden, um gut durchgaren zu können. Das Wasser sollte die Kartoffeln dabei knapp bedecken. Zu wenig Wasser lässt sie ungleichmäßig garen, zu viel Flüssigkeit treibt die Kochzeit zu sehr in die Höhe. Bringe das Wasser auf höchster Stufe zum Kochen und regle die Hitze dann herunter, bis das Wasser sanft vor sich hin köchelt – so sparst Du Energie.

2. Wie lange müssen Kartoffeln kochen?

 Je nachdem, wie viele und wie große Kartoffeln Du kochst, verändert sich die Garzeit. Zum Glück kannst Du die Erdäpfel leicht testen. fullscreen
Je nachdem, wie viele und wie große Kartoffeln Du kochst, verändert sich die Garzeit. Zum Glück kannst Du die Erdäpfel leicht testen. (©anvodak/Getty Images/iStockphoto/Thinkstock 2017)

Weil es Kartoffeln in vielen verschiedenen Größen gibt, unterscheidet sich, wie lange sie bis zum Garzustand kochen müssen. Wenn sie – wie oben beschrieben – mit kaltem Wasser aufgesetzt werden, das die Kartoffeln knapp bedeckt, sind sie aber meist in etwa 20 bis 30 Minuten gar. Mit dem Einstichtest prüfst Du, wann die Kartoffeln fertig sind: Pieke mit einem Messer in eine Kartoffel und hebe sie aus dem Topf. Wenn die Knolle von selbst wieder die Klinge herunterrutscht, ist sie gar. Ist das Innere noch hart, brauchen die Erdäpfel dagegen noch etwas Zeit. Wer Kartoffeln im Schnellkochtopf kochen möchte, sollte am besten in der Anleitung des Topfes oder einer Garzeitentabelle die passende Garzeit nachschlagen, denn sie unterschiedet sich je nach Modell und Größe der Kartoffeln stark.

3. Soll ich Kartoffeln in Salzwasser kochen?

 Kartoffeln vertragen eine ordentliche Prise Salz im Wasser sehr gut. fullscreen
Kartoffeln vertragen eine ordentliche Prise Salz im Wasser sehr gut. (©Pixabay 2016)

Wer eine ordentliche Prise Salz ins Wasser gibt, sorgt dafür, dass die Kartoffeln nach dem Kochen aromatischer schmecken. Dabei darf es – je nach Wassermenge – durchaus ein guter Esslöffel Salz sein, denn Kartoffeln nehmen beim Kochen viel Salz auf. Das Salz kannst Du entweder direkt mit den Kartoffeln ins kalte Wasser geben oder mit der Zugabe warten, bis das Wasser kocht. Übrigens: Auch Gemüsebrühe und Gewürze wie Kümmel, Chili, Knoblauch oder Lorbeer kannst Du mit ins Kochwasser geben, um Deinen Kartoffeln schon beim Kochen eine besondere Geschmacksnote mitzugeben.

4. Soll ich Kartoffeln mit Schale oder ohne Schale kochen?

 Schäle Kartoffeln am besten erst nach dem Kochen – das erhält viele Nährstoffe. fullscreen
Schäle Kartoffeln am besten erst nach dem Kochen – das erhält viele Nährstoffe. (©Pixabay 2016)

Unter der Kartoffelschale sitzen viele Nährstoffe, die beim Schälen mit einem Messer oder Sparschäler oft verloren gehen. Wer Kartoffeln mit Schale kocht und sie erst vor dem Essen pellt, erhält diese Nährstoffe. Aber Vorsicht: Kartoffeln sind nach dem Kochen sehr heiß und speichern Hitze sehr lange! Warte deshalb mit dem Pellen noch einige Minuten ab oder halte die Kartoffeln direkt nach dem Kochen kurz unter heißes Wasser, um sie etwas abzukühlen.

5.Kann ich Kartoffeln in der Mikrowelle kochen?

 Auch in der Mikrowelle kannst Du Kartoffeln zubereiten. fullscreen
Auch in der Mikrowelle kannst Du Kartoffeln zubereiten. (©Thinkstock/Maximkostenko 2016)

Kleinere Mengen Kartoffeln mit eher kleinem Durchmesser kannst Du auch in der Mikrowelle garen. Dafür wäscht Du die Kartoffeln und legst sie noch nass in einen mikrowellenfesten Gefrierbeutel. Verschließ den Beutel und stich ihn mit einer Gabel an einigen Stellen ein, damit Wasserdampf entweichen kann. Lege den Beutel mit den Kartoffeln in die Mikrowelle und gare sie bei 800 Watt für etwa sechs Minuten. Diese Dauer kann sich bei größeren Kartoffeln verlängern. Achte darauf, dass die Knollen möglichst gleich groß sind, damit die Garzeit einheitlicher ist.

6. Wie bereite ich Kartoffeln im Thermomix zu?

 Der Thermomix kommt ebenfalls leicht mit den Knollen klar. fullscreen
Der Thermomix kommt ebenfalls leicht mit den Knollen klar. (©Vorwerk 2017)

Der Küchen-Alleskönner Thermomix kann natürlich auch Kartoffeln kochen. Hier eine Anleitung: Gib die geschälten Kartoffeln in den Gareinsatz des Thermomix. Achte darauf, dass die Knollen möglichst gleich groß sind. Bei sehr unterschiedlichen Größen solltest Du die Kartoffeln in gleichmäßige Stücke oder Würfeln schneiden. Fülle etwa einen Liter Wasser in den Thermomix, setze den Gareinsatz ein und verschließe das Gerät mit dem Deckel. Stelle das Gerät auf Varoma Stufe 1 und lass die Kartoffeln 30 Minuten lang garen.

7. Welche Kartoffelsorte ist für welches Gericht geeignet?

 Mehligkochende Kartoffeln eignen sich besonders gut für Kartoffelpüree. fullscreen
Mehligkochende Kartoffeln eignen sich besonders gut für Kartoffelpüree. (©Getty Images/Dorling Kindersley/Thinkstock 2017)

Grundsätzlich lassen sich Kartoffeln in die zwei Kategorien "festkochend" und "mehligkochend" einteilen. Dazwischen gibt es noch einige Mischsorten. Für Bratkartoffeln, Gratins oder für Kartoffelsalat eignen sich festkochende Sorten, da diese beim Kochen nicht zerfallen. Mehligkochende Kartoffeln haben einen höheren Stärkegehalt und kommen deshalb vor allem in Kartoffelpüree gut zur Geltung – die Stärke sorgt hier für gute Bindung und fluffige Konsistenz. Apropos Püree: Zerdrücke die Kartoffeln dafür immer von Hand mit einer Gabel oder einem Stampfer! Die Knollen mit dem Pürierstab zu verarbeiten, ist zwar verlockend, denn es spart Kraft. Allerdings wird das Püree dann meist schleimig und unappetitlich.

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