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Nähen für Anfänger: 5 Tipps für den Start mit dem neuen Hobby

Als Nähanfänger benötigt man zunächst eine vernünftige Nähmaschine.
Als Nähanfänger benötigt man zunächst eine vernünftige Nähmaschine. (©Thinkstock/g-stockstudio 2017)

Stricken, Häkeln oder Nähen: Alte Handwerkskünste sind wieder im Kommen. Gerade Nähen kann für Anfänger eine echte Herausforderung sein. Welche Nähmaschine ist die Richtige und welche Ausrüstung benötigst Du? Hier gibt es fünf hilfreiche Tipps.

1. Eine solide Nähmaschine reicht aus

Möchtest Du Dich ernsthaft am Nähen versuchen, musst Du Dir über kurz oder lang eine Nähmaschine zulegen. Das große Angebot ist allerdings insbesondere für Anfänger nur schwer zu überblicken. Soll es eine mechanische oder eine computergestützte Maschine sein? Benötigst Du wirklich all die Zusatzfunktionen, die manche Geräte haben? Die Antwort ist nein. Deine erste Maschine muss kein Vermögen kosten. Eine mechanische Nähmaschine reicht für die Bedürfnisse von Anfängern vollkommen aus. Es bietet sich hier sogar an, ein gebrauchtes Gerät zu kaufen. Achte darauf, dass es solide und gut gepflegt ist. Ein teures, modernes Gerät mag aufgrund seiner Vielzahl von Funktionen verlockend sein. Doch wenn Du mit der Materie noch nicht vertraut bist, nutzt Du diese Extras wahrscheinlich ohnehin nicht – womöglich verwirren sie Dich sogar zusätzlich.

2. Eine feste Nähecke einrichten

Hast Du das richtige Nähmaschinenmodell für Dich gefunden, sollte das Schmuckstück bei Dir zu Hause einen festen Platz bekommen. Klar kann es aus Platzgründen schwierig sein, eine eigene lauschige Nähecke einzurichten. Aber damit ersparst Du Dir den mühsamen Auf- und Abbau der Maschine und hast Dein neues Hobby stets auf dem Schirm. Es heißt nicht umsonst "aus den Augen, aus dem Sinn". Ein kleiner Tisch auf Rollen reicht schon aus. Den kannst Du dann verschieben, wie es Dir gerade gefällt und der Platz es zulässt. Auch wichtig: die richtige Beleuchtung. Sorge an Deinem Nähplatz – egal, ob fest oder mobil – für ausreichend Licht, damit Dir die Feinarbeit auch gut von der Hand geht.

3. Das richtige Zubehör immer griffbereit

Mit der Nähmaschine allein ist es aber noch nicht getan, zum Nähen brauchst Du noch weitere, zusätzliche Ausrüstung. Doch sei beruhigt: Zu Beginn reicht eine Grundausstattung. Diese sollte idealerweise aus einer Stoff- und einer Papierschere, Näh- und Stecknadeln sowie natürlich Nähgarn bestehen. Außerdem sind Papier, ein Nahttrenner, Bleistift, Geodreieck und ein Maßband sehr hilfreich. Mit Schneidekreide oder einem sogenannten Zauberstift kannst Du Nahtzugaben auf den Stoff zeichnen. Später wirst Du Dir von ganz allein auch Schnittmusterpapier, eine Schneidematte und Extras wie Heftgarn gönnen. Beim Nähen für Anfänger sind sie jedoch nicht zwingend nötig. Ein hilfreicher Tipp am Rande: Verwende die Stoffschere niemals für Papier, da sie sonst schnell stumpf wird.

4. Nähen für Anfänger: Starte mit leichten Projekten

Jetzt kann es endlich losgehen: Du hast schon immer von einem selbst genähten, todschicken Mantel mit einem Schößchen und allem Pipapo geträumt? Dann träum erst mal weiter, denn zu Beginn sind solche Projekte nicht das Richtige für Dich. Nähen für Anfänger heißt zunächst üben, üben, üben. Und das gelingt am besten bei Projekten mit geraden Nähten wie Kissenhüllen, Loop-Schals oder einfachen Taschen. Auf diese Weise lernst Du Deine Nähmaschine richtig kennen und kleine Fehler fallen nicht so stark ins Gewicht. Viele schöne Tutorials findest Du auf Nähblogs im Netz. Ausführlicher sind die Anleitungen aber in der Regel in Büchern oder E-Books. Ein dankbares Material für Näh-Novizen ist übrigens Baumwolle. Zu dicke, gewirkte Stoffe hingegen können gerade Anfänger an der Maschine zur Verzweiflung treiben.

5. Weitere Impulse: Im Internet oder im Nähkurs

Mit diesen Tipps bist Du schon auf einem guten Weg, Deiner Nähleidenschaft auch länger zu frönen. Aber jeder Näh-Anfänger ist anders: Während manche lieber im stillen Kämmerlein für sich alleine werkeln und sich alle nötigen Fertigkeiten über Tutorials im Netz aneignen, möchten andere lieber direkte Impulse aus der Gruppe erhalten. Dazu kann es auch mit Vorkenntnissen hilfreich sein, einen Nähkurs zu besuchen. So lernst Du neue Techniken kennen und räumst Deinem Hobby automatisch die nötige Zeit ein. Außerdem kann der Austausch mit Gleichgesinnten spannend und bereichernd zugleich sein. Am wichtigsten bei beiden Varianten ist aber, dass Du Spaß hast. Und die Freude über den ersten selbst genähten Rock ist wirklich kaum zu übertreffen.

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