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Schwarz-Weiß-Fotografie: 4 Tipps für Fotos mit Nostalgiefaktor

Neben Winterlandschaften gelten auch architektonisch beeindruckende Bauten als ideale Motive für die Schwarz-Weiß-Fotografie.
Neben Winterlandschaften gelten auch architektonisch beeindruckende Bauten als ideale Motive für die Schwarz-Weiß-Fotografie. (©Getty Images/iStockphoto 2017)

Mit ihr hat alles angefangen: Die Schwarz-Weiß-Fotografie geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Zwar wird heutzutage hauptsächlich in Farbe fotografiert, doch Motive in unterschiedlichen Graustufen sind noch immer heiß begehrt – vor allem bei Profis. Mit den folgenden vier Tipps kannst Du selbst beeindruckende Schwarz-Weiß-Aufnahmen machen.

Vor jedem Foto steht die Frage: Entscheidest Du Dich für die Schwarz-Weiß-Fotografie oder bevorzugst Du doch das breite Spektrum der Farben? Diese Entscheidung solltest Du wohlüberlegt treffen, denn je nach gewünschter Wirkung musst Du bein Fotografieren verschiedene Dinge beachten. Bei einem Schwarz-Weiß-Bild treten zum Beispiel die Konturen und Kontraste automatisch in den Vordergrund, ebenso der Bildaufbau. Es stellt sich also die Frage: Welche Bilder wirken in Schwarz-Weiß besonders schön?

Tipp 1: So entfaltet Schwarz-Weiß-Fotografie die beste Wirkung

Besonders eindrucksvoll wirkt die Schwarz-Weiß-Fotografie bei Aufnahmen einer Winterlandschaft. Dabei kannst Du Dich vollkommen auf das Motiv konzentrieren, da es in der Regel keine Farben gibt, die davon ablenken könnten. Das harmonischste Ergebnis erzielst Du, wenn Du den berühmten Goldenen Schnitt bzw. die Ein-Drittel-Zwei-Drittel-Regel befolgst. Das bedeutet, dass das Verhältnis von Landschaft und Himmel eins zu zwei beträgt. Beim Goldenen Schnitt liegt das genaue Verhältnis bei 62,8 zu 38,2 Prozent – das wirkt in der Wahrnehmung noch harmonischer.

 Ein Drittel Wasser, zwei Drittel Himmel: So sieht ein harmonisches Bildverhältnis aus. fullscreen
Ein Drittel Wasser, zwei Drittel Himmel: So sieht ein harmonisches Bildverhältnis aus. (©Getty Images/iStockphoto 2017)

Weitere Motive, für die sich die Schwarz-Weiß-Fotografie anbieten, sind Porträtaufnahmen oder Fotos beeindruckender Architektur. Das Fehlen von Farbe verleiht diesen Motiven Charakter und Persönlichkeit, was bei Porträtaufnahmen vor allem bei den Augen zum Ausdruck kommt. Bei Fotos von Architektur – egal, ob digital oder analog aufgenommen – wird die Form des Bauwerks hervorgehoben. Fotografen lichten diese Motive meist in den frühen Morgenstunden ab, um beeindruckende Schattenwürfe festzuhalten.

 Ob Mensch oder Tier: Porträtaufnahmen in Schwarz-Weiß wirken noch ausdrucksstärker. fullscreen
Ob Mensch oder Tier: Porträtaufnahmen in Schwarz-Weiß wirken noch ausdrucksstärker. (©Getty Images/iStockphoto 2017)

Tipp 2: Filter bei der Nachbearbeitung richtig einsetzen

Wer seine Schwarz-Weiß-Aufnahmen im RAW-Format – also als Rohdaten – abspeichert, hat im Anschluss am Computer die Möglichkeit, seine Fotos noch einmal zu optimieren. Dabei helfen zum Beispiel die Rot-, Gelb- und Grünfilter. Je nachdem, welche Einstellung Du veränderst, ist die Wirkung eine andere. Bei Porträtaufnahmen wirkt die Haut zum Beispiel heller, wenn Du am Rotfilter schraubst. Bei Landschaftsaufnahmen kannst Du mit dem Rotfilter dafür sorgen, dass sich die Wolken deutlicher vom dunkleren Himmel abheben. Der Gelbfilter sorgt wiederum bei Naturaufnahmen für weniger Dunst in der Atmosphäre. Naturfotos mit viel Grün profitieren außerdem vom Grünfilter, der für mehr Kontrast zwischen den einzelnen Grüntönen sorgt.

 Wenn Du an den richtigen Filtern schraubst, erscheinen viele Motive noch intensiver. fullscreen
Wenn Du an den richtigen Filtern schraubst, erscheinen viele Motive noch intensiver. (©TURN ON 2016)

Tipp 3: So wird aus Farbe Schwarz-Weiß

Eine weitere Möglichkeit ist es, Deine Fotos zunächst in Farbe aufzunehmen und erst im Anschluss am Computer in Schwarz-Weiß-Bilder umzuwandeln. Das hat den Vorteil, dass Dir Dein Motiv sowohl in Farbe als auch in Schwarz-Weiß zur Verfügung steht. Der Nachteil jedoch ist, dass Du das Auge dafür verlierst, von Anfang an gute Schwarz-Weiß-Motive zu erkennen. Dennoch lässt sich mit einem Farbbild, das Du "entfärbst", wunderbar experimentieren. Mit einem Bildbearbeitungsprogramm kannst Du zum Beispiel die einzelnen Farbkanäle individuell verstellen und ein wenig mit dem Kontrast spielen. So wird aus dem einstigen Farbbild im Handumdrehen eine tolle Schwarz-Weiß-Fotografie. Ein weiterer Vorteil bei diesem Vorgehen: Du kannst bestimmte Elemente eines Schwarz-Weiß-Bildes, wie zum Beispiel eine einzelne Blüte, im Anschluss doch noch einmal farblich hervorheben.

 Bunte Blumen auf schwarz-weißem Hintergrund? Gar nicht so schwer umzusetzen. fullscreen
Bunte Blumen auf schwarz-weißem Hintergrund? Gar nicht so schwer umzusetzen. (©Getty Images/iStockphoto 2017)

Tipp 4: So machst Du mit Deinem Smartphone tolle Schwarz-Weiß-Aufnahmen

Natürlich wirken Schwarz-Weiß-Aufnahmen mit Spiegelreflexkameras imposanter, aber für Hobby-Fotografen sind Smartphones eine praktische Alternative – vor allem mit den richtigen Apps. Wenn Du Fotos von Deinem Smartphone in schicke Schwarz-Weiß-Bilder umwandeln willst, kommen für Dich zum Beispiel diese beiden Apps infrage:

Lenka (kostenfrei)
• für Android
• für iOS

Dramatic Black & White (kostenpflichtig)
• für Android (2,09 €)
• für iOS (2,99 €)

Wer ohne jede App tolle Schwarz-Weiß-Bilder mit dem Smartphone aufnehmen möchte, kann sich auch direkt ein entsprechendes Gerät zulegen: Das Huawei P9 und das Huawei Mate 9 punkten zum Beispiel mit einem zusätzlichen monochromen Sensor, der Dir auf Knopfdruck schicke Schwarz-Weiß-Fotos liefert.

 Mit dem Smartphone tolle Schwarz-Weiß-Aufnahmen machen? Mit den richtigen Apps kein Problem. fullscreen
Mit dem Smartphone tolle Schwarz-Weiß-Aufnahmen machen? Mit den richtigen Apps kein Problem. (©Getty Images/iStockphoto 2017)

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