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So benutzt Du Deinen Backofen richtig: 6 einfache Tipps & Tricks

Mit wenigen Tipps wirst Du zum Meister am Backofen.
Mit wenigen Tipps wirst Du zum Meister am Backofen. (©Fotosmurf03/iStock/Thinkstock 2017)

Temperatur und Zeit einstellen, Hitzeart auswählen und schon übernimmt Dein Backofen die restliche Arbeit. So weit die Theorie. Doch es gibt ein paar Kniffe, mit denen Du Deinen Backofen zu Höchstleistungen bringen kannst. Hier kommen sechs wertvolle Tipps und Tricks für den richtigen Umgang mit dem Backofen.

1. Den neuen Backofen richtig vorbereiten

Du hast einen neuen Backofen in der Küche und kannst es kaum erwarten, das gute Stück auszutesten? So verständlich das ist, solltest Du Deine Begeisterung kurz bremsen. Denn wie jedes neue (Elektro-) Gerät kann auch ein neuer Backofen das eine oder andere unerwünschte "Mitbringsel" aus der Fabrik enthalten, das für einen unschönen Beigeschmack in Deinem Essen sorgt. Das reicht von einer Schicht Schutzöl bis hin zu unpolymerisierten Bindemitteln in der Isolation.

Um mögliche Ölrückstände zu entfernen, genügt es bereits, Deinen Backofen gründlich mit einem feuchten Tuch von innen zu reinigen. Auch alle Ofenroste und Backbleche solltest Du einer eingehenden Säuberung unterziehen. Im gleichen Zug kannst Du sichergehen, dass sich kein vergessenes Verpackungsmaterial im Ofen versteckt. Im nächsten Schritt geht es heiß zur Sache, denn um alle Eventualitäten auszuschließen, solltest Du Deinen Backofen "einbrennen".

Dafür musst Du Deinen Backofen für mindestens 30 Minuten auf höchster Stufe heizen lassen. Tipp: Um eine Überhitzung des Raumes zu verhindern, öffnest Du am besten die Fenster. Lass den Ofen danach komplett auskühlen und reinige ihn dann noch mal gründlich mit einem feuchten Tuch von innen.

 Bevor der erste Braten in den Ofen wandert, sollte der neue Backofen eingebrannt werden. fullscreen
Bevor der erste Braten in den Ofen wandert, sollte der neue Backofen eingebrannt werden. (©Creatas Images/Thinkstock 2017)

2. Immer die richtige Schiene

Dir ist sicher bereits aufgefallen, dass sich an den Innenseiten Deines Backofens mehrere Einschübe für Backbleche beziehungsweise Ofengitter befinden. Die meisten von uns setzen fast immer brav auf die mittlere Schiene. Je nachdem, was Du zubereiten möchtest, ist das aber möglicherweise nicht die beste Wahl.

Sollen Pizza, Cookies und Co. möglichst gleichmäßig durchgegart werden, empfiehlt sich tatsächlich die mittlere Schiene. Möchtest Du vor allem den Boden von Backwerk, Pizza und Ähnlichem schön knusprig haben, solltest Du das Backblech dagegen so nah wie möglich an der unteren Hitzequelle positionieren. Umgekehrt erhältst Du im oberen Bereich die beste On-top Bräune.

3. Bäumchen wechsel dich im Backofen

Ein Sonderfall ist die Zubereitung von Speisen auf mehreren Blechen gleichzeitig. Hier steht Dein Backofen vor einer Hürde, die er alleine nicht lösen kann. Das Problem: Das untere Backblech staut die Hitze nach unten, das obere nach oben – wodurch in der Mitte ein kälterer Bereich entsteht.

So ist das Risiko relativ hoch, dass das Backwerk auf dem unteren Blech von unten verbrannt, aber von oben noch nicht ganz durchgegart sein wird. Das obere Blech wird dementsprechend das umgekehrte Problem haben. Um das zu verhindern, solltest Du die Bleche nach etwa der Hälfte der Garzeit tauschen, also das untere nach oben und das obere nach unten wandern lassen. So bekommt jedes Blech etwa dieselbe Hitze und alles wird gleichmäßig durchgegart.

4. Alles heiße Luft? Umluftbackofen richtig benutzen

Noch etwas einfacher hast Du es, wenn Dein Backofen über eine Umluftfunktion verfügt. Der integrierte Ventilator sorgt für eine gleichmäßige Zirkulation der Hitze im Ofen und so können auch zwei Bleche auf einmal gleichmäßig erwärmt werden, ohne sie vertauschen zu müssen. Aber Achtung: Die heiße Luft trocknet gleichzeitig aus. Für Obstkuchen und andere Gerichte, die eher "feucht" bleiben sollen, eignet sich diese Funktion daher weniger gut.

Ein klarer Vorteil der Umluftfunktion besteht allerdings in ihrem geringen Energieverbrauch. Wenn Du Deinen Backofen auf Umluft einstellst, kommst Du im Durchschnitt mit etwa 20 bis 30 Grad Celsius weniger aus als bei Unter- und Oberhitze. Das wiederum spart auf Dauer kräftig Stromkosten. Auch der Garprozess läuft bei Umluft durch die niedrigeren Temperaturen schonender ab.

Wichtig zu wissen: Vor dem Ventilator Deines Umluftbackofens sitzt ein kleines Fettsieb. Dieses solltest Du regelmäßig reinigen, denn setzt sich hier zu viel Fett ab, kann die Luft nicht mehr richtig zirkulieren. Wo Du das Sieb findest und wie Du es herausnehmen kannst, steht in der Bedienungsanleitung Deines Backofens. Zum Reinigen kann es normalerweise einfach in die Spülmaschine wandern oder Du spülst es unter fließendem heißen Wasser ab.

 Ein kleiner Ventilator sorgt im Umluftbackofen für die gleichmäßige Verteilung der Hitze. fullscreen
Ein kleiner Ventilator sorgt im Umluftbackofen für die gleichmäßige Verteilung der Hitze. (©Pixabay 2017)

5. Vertrauen ist gut, Ofenthermometer ist besser

So enttäuschend es ist: Auch ein nagelneuer Backofen liefert in manchen Fällen nicht wirklich die Temperatur, die Du laut Regler eingestellt hast. Ein pfiffiger Helfer, mit dem Du auf Nummer sicher gehen kannst, ist ein Ofenthermometer.

Die Installation ist ganz einfach, denn die meisten der Geräte können einfach an eines der Ofengitter angehängt oder in den Ofen gestellt werden. Andere Modelle werden mithilfe einer langen "Nadel" zum Beispiel ins Fleisch gestochen, wo sie nicht nur die Ofentemperatur, sondern auch die tatsächliche Temperatur des Garguts registrieren. Allzu teuer sind Ofenthermometer ebenfalls nicht. Die Preise beginnen schon bei wenigen Euro, wobei nach oben wie üblich kaum Grenzen gesetzt sind.

6. Backofen reinigen

Zu guter Letzt solltest Du Deinen Backofen regelmäßig reinigen. Das hat gleich mehrere gute Gründe. Zum einen wäre da der hygienische Aspekt. Über Keime und Bakterien musst Du Dir in der Regel zwar keine Sorgen machen, denn diese überleben die Temperaturen im Ofen normalerweise nicht. Ob Du Dein Essen in einem verkrusteten Backofen zubereiten möchtest, ist da schon eine andere Sache.

Abgesehen davon können aber auch wichtige Teile und Sensoren an der Ofeninnenseite mit Rückständen verkleben. Das kann so weit gehen, dass Dein Ofen schlimmstenfalls nicht mehr korrekt arbeitet. Fangen alte Essensreste im Ofen während des nächsten Gebrauchs an zu kokeln, kann das außerdem zu Rauchentwicklung führen. Wie Du Deinen Backofen ganz einfach reinigen kannst, erklären wir Dir hier. Netter Nebeneffekt: Wenn die Klappe Deines Backofens richtig sauber ist, kannst Du die Fortschritte Deines nächsten Ofengerichtes tatsächlich durch die geschlossene Ofentür begutachten.

 Backofen reinigen – in regelmäßigen Abständen gehört auch diese Tätigkeit auf Deine To-do-Liste. fullscreen
Backofen reinigen – in regelmäßigen Abständen gehört auch diese Tätigkeit auf Deine To-do-Liste. (©djedzura/Thinkstock 2017)

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