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Stimmt gar nicht: 6 Mythen rund ums Wäschewaschen

Beim Thema Wäschewaschen kennt die Fantasie teilweise keine Grenzen. Fall nicht auf falsche Tipps herein!
Beim Thema Wäschewaschen kennt die Fantasie teilweise keine Grenzen. Fall nicht auf falsche Tipps herein! (©seb_ra/Thinkstock 2017)

Es gibt unzählige Tipps rund ums Wäschewaschen, an vielen ist allerdings leider nachweislich nichts dran. Wir lösen für Dich sechs hartnäckige Mythen zum Thema Wäschewaschen auf und erklären Dir, was wirklich dahintersteckt.

Es gibt sie einfach: sogenannte Tipps rund ums Thema Wäschewaschen, die sich seit Jahrzehnten hartnäckig halten und die jeder kennt. Während einige davon tatsächlich ihre Berechtigung haben, gehört ein viel größerer Teil eindeutig ins Reich der Mythen. Wir haben für Dich sieben besonders verbreitete Irrglauben zusammengestellt und verraten Dir, was es damit in Wahrheit auf sich hat.

1. Tintenflecken mit Haarspray entfernen

Hast Du auch schon mal gehört, dass sich Tintenflecken am besten mit Haarspray entfernen lassen? Was in den 1950er-Jahren tatsächlich funktioniert hat, ist heute leider zum Mythos verkommen. Denn der Hauptgrund, warum der Trick damals funktionierte, war der im Spray enthaltene Alkohol. Moderne Haarsprays enthalten aber schon längst keinen Alkohol mehr und können Tintenflecke im Gegenteil sogar verschlimmern.

2. Kaffee im Waschwasser schützt schwarze Kleidung vorm Verblassen

Ja, Kaffee kann zwar zum Färben von Stoffen benutzt werden, aber um damit schwarze Wäsche vor dem Verblassen zu bewahren, müsstest Du schon eine ganze Waschmaschinenladung Espresso auffahren. Der Kaffee bleibt also besser dem Frühstückstisch vorbehalten!

3. Mehr Waschmittel = sauberere Wäsche

Viel hilft viel? Zumindest beim Wäschewaschen gehört dieser Satz definitiv ins Reich der Mythen. Benutzt Du zu viel Waschmittel, kann das im Gegenteil sogar dazu führen, dass sich Schmutz während des Waschens wieder auf der Kleidung absetzt. Deine Wäsche wird also im schlimmsten Fall sogar schmutziger, als sie vorher gewesen ist. Im Zweifel ist es immer besser, etwas weniger als die empfohlene Mindestmenge an Waschmittel in Deine Waschmaschine einzufüllen. Bist Du mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden, kannst Du nächstes Mal etwas mehr benutzen und die für Dich optimale Menge dann mit einem Permanentmarker am Dosier-Becher markieren.

4. Behandle alle Flecken von außen

Die Versuchung ist einfach zu groß: Es tropft etwas auf das Shirt und sofort wird ein Tuch zu Hilfe genommen, um den Fleck von außen wegzuwischen. Doch auf diese Weise reibst Du ihn sogar noch tiefer ins Material ein! Besser: Wende den Stoff und bearbeite den Fleck von innen, so drückst Du die Schmutzpartikel aus der Faser heraus und ersparst Dir nicht nur einen peinlichen Auftritt in besudelter Kleidung, sondern reduzierst auch noch Deinen Wäscheberg.

5. Fussel im Trocknersieb sind keine große Sache

Während die meisten Mythen zum Thema Wäschewaschen (oder in diesem Fall -trocknen) in der Regel keine allzu dramatischen Auswirkungen auf Leib und Leben haben, kann der Glaube, dass Fussel im Trocknersieb keine große Sache sind, tatsächlich gefährlich werden. Weil es sich dabei um entflammbares Material handelt, können sich diese nämlich schlimmstenfalls während des Trocknens entzünden und zu einem ausgewachsenen Wohnungsbrand führen! Ganz abgesehen davon haben Fussel im Trocknersieb aber auch noch verschiedene andere – wenn auch weniger bedrohliche – Nebeneffekte. Ist das Fusselsieb voll, verlängert sich die Trockenzeit, was wiederum einen höheren Energieverbrauch, ergo höhere Stromkosten mit sich bringt. Es gibt also gleich mehrere gute Gründe, Sieb, Abluftschlitze und Schläuche Deines Trockners regelmäßig von Fusseln zu befreien.

6. Trockenreinigung kommt ohne Feuchtigkeit aus

Schuld an diesem Mythos zum Wäschewaschen ist der zugegebenermaßen irreführende Name des Reinigungsprozesses. Fakt ist: Auch, wenn der Name es impliziert, kommt auch eine Trockenreinigung (auch chemische Reinigung genannt) nicht komplett ohne Flüssigkeit aus. Zwar wird hierbei kein Wasser verwendet – Perchlorethylen und andere Lösungsmittel aber sehr wohl. Und selbst sogenannte "grüne Trockenreinigungen" verwenden Flüssigsilikone und Co., um Deine empfindlichen Wäschestücke sauber zu kriegen.

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