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Vertikaler Garten: 5 Tipps und Ideen fürs Beet an der Wand

"Es grünt so grün..." Vertikale Gärten finden an Wänden und auf kleinem Raum Platz.
"Es grünt so grün..." Vertikale Gärten finden an Wänden und auf kleinem Raum Platz. (©missisya/Getty Images/iStockphoto/Thinkstock 2017)

Wer zu wenig Platz für einen Garten hat, muss auf Pflanzenpracht oder Gemüseanbau nicht verzichten: Ein vertikaler Garten stapelt die Pflanzen einfach und findet oft selbst auf einem kleinen Balkon Platz. Mit diesen fünf Tipps gedeiht auch Dein Hochbeet!

1. Der richtige Standort

Wie beim horizontalen Gärtnern ist auch für vertikale Gärten der Standort extrem wichtig: Von der Sonneneinstrahlung, dem Windschutz und den Witterungsbedingungen hängt schließlich ab, welche Pflanzen überhaupt gedeihen können. Bei der Planung des Gartens hast Du daher zwei Möglichkeiten. Entweder, Du möchtest eine bestimmte Pflanzengattung ziehen und wählst den Standort Deines vertikalen Beets nach ihren Bedürfnissen aus. Oder Du hast eine passende Wand zum Begrünen oder eine freie Fläche (zum Beispiel auf dem Balkon), auf der Du einen vertikalen Garten einrichten möchtest – dann musst Du die jeweiligen Pflanzen danach auswählen, wie viel Sonne der Platz so abbekommt.

2. Die richtige Pflanzvorrichtung – kaufen oder selber bauen?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, um einen vertikalen Garten anzulegen: Entweder setzt Du die Pflanzen in eine Pflanzvorrichtung, die an der Wand aufgehängt wird. Oder Du pflanzt in einem mehrstöckigen Gestell, das dann auf einer relativ kleinen Fläche unterkommt. Egal, für welche Zuchtart Du Dich entscheidest – im Gartenfachhandel findest Du zahlreiche Fertiglösungen. Ambitionierte DIY-Freunde können ihren Hochgarten aber auch selber machen: Aus einer alten Euro-Palette, die Du mit Teichfolie auskleidest, wird zum Beispiel leicht ein Hängebeet für die Hauswand. Ein Schuh-Organizer zum Aufhängen wird zum Wand-Kräutergarten, wenn Du seine Fächer mit Erde befüllst. Mit Regenrinnen-Stücken oder gestapelten Blumenkästen lassen sich frei stehende Hochbeete anlegen. Wer einen vertikalen Garten für den Innenraum selber bauen will, sollte besonders darauf achten, dass alles wasserdicht ist und genug Licht bekommt. Smart-Home-Besitzer finden vielleicht Gefallen an einer Indoor-Gardening-Lösung wie dem Kickstarter-Projekt Herbert.

3. Geeignete Pflanzen wählen

Vertikale Gärten haben durch ihre Bauweise typischerweise kein sonderlich tiefes Erdreich. Deshalb bieten sich für die Bepflanzung vor allem Gewächse mit eher flachen Wurzeln an. Idealerweise haben sie flexible Stämme, da sich diese eher nach unten neigen werden als harte Holzstämme. Sind ihre Blätter und Stängel lang genug, bilden sie dadurch den typischen Überhang, der einem vertikalen Garten sein charakteristisches Aussehen verleiht. Nutzpflanzen, die sich gut in einem vertikalen Garten ziehen lassen, sind zum Beispiel Kräuter, Salate, Tomaten und Erdbeeren. Bei Gartenkonstrukten, die an der Wand aufgehängt werden, empfiehlt es sich, die Pflanzen zunächst in der Horizontalen "Fuß fassen" zu lassen. Über einige Wochen bringst Du den Garten dann langsam in die Vertikale – und hängst die fest verwurzelten Pflanzen schließlich samt Beet auf.

4. Richtig schichten

In einem vertikalen Garten wachsen die Pflanzen nicht neben-, sondern in der Regel übereinander. Aus mehreren Gründen ist daher die Reihenfolge, in der sie gepflanzt werden, besonders wichtig: Zum einen nehmen Pflanzen in der oberen Reihe den darunter wachsenden Exemplaren einen Teil des Lichts weg. Zum anderen läuft das Wasser aus den oberen Pflanzgefäßen nach unten und bewässert dadurch die unteren Etagen. Besonders lichtintensive und trockenheitstolerante Gewächse gehören daher in die oberen Stockwerke, besonders feuchtigkeitsliebende Pflanzen in die unteren. Alles andere gedeiht dazwischen.

5. Richtig bewässern

Vor allem, wenn Du Deinen vertikalen Garten selber bauen willst, solltest Du darauf achten, dass bei der Bewässerung alle Etagen gut erreichbar sind und Wasser aus den oberen Etagen die unteren Pflanzen auch erreicht. Da die Erdmenge eines vertikalen Gartens meist eher gering ist, musst Du den Garten relativ häufig gießen. Nutze als Grundlage spezielle Erde für Topfpflanzen, da diese das Wasser am besten speichert und führe regelmäßig Nährstoffe zu. Besonders hohe vertikale Gärten sollten mit einem automatischen Bewässerungssystem ausgestattet sein, damit auch die oberen Stockwerke stets mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt sind.

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