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Wäsche waschen: 5 Tipps rund um Temperatur und Sauberkeit

Meist reicht es schon, bei niedrigen Temperaturen von 30 oder 40 Grad Wäsche zu waschen.
Meist reicht es schon, bei niedrigen Temperaturen von 30 oder 40 Grad Wäsche zu waschen. (©AndreyPopov/ThinkstockPhotos 2017)

Je heißer das Wasser, desto sauberer die Kleidung? Wer effektiv Wäsche waschen möchte, sollte diese Faustregel nicht unbedingt beherzigen, führt sie doch zu hohen Energiekosten. Diese fünf Tipps verraten Dir, wann Du wirklich heiß waschen solltest und wie du deine Wäsche auch bei niedriger Temperatur sauber bekommst.

Wäsche zu waschen ist wirklich kein Hexenwerk – sollte man meinen. Doch viele fühlen sich verunsichert, greifen schnell zu zusätzlichen Chemikalien und waschen möglichst heiß. Da stellt sich die Frage: Wird die Wäsche wirklich nur bei einer hohen Temperatur sauber und keimfrei? Die simple Antwort: Nein. Wann wirklich warm gewaschen werden muss und unter welchen Umständen auch niedrige Wassertemperaturen ausreichen, erfährst Du hier.

1. Heiß oder kalt?

 Im Regelfall reichen Wassertemperaturen von 30 bis 40 Grad vollkommen aus. fullscreen
Im Regelfall reichen Wassertemperaturen von 30 bis 40 Grad vollkommen aus. (©Pixabay/jackmac34 2017)

In Privathaushalten mit gesunden Bewohnern erübrigt sich das Wäschewaschen bei 90 Grad dank moderner Waschmittel eigentlich völlig, da die heutigen Gels und Pulver auch bei niedriger Temperatur Keime ausreichend reduzieren. Generell sollte normal verschmutzte Wäsche deshalb bei 30 oder 40 Grad gewaschen werden. Ausnahme: Geht in Deiner Familie gerade ein ansteckender Virus um, sollten Bettwäsche und Kleidung der Erkrankten getrennt bei 60 Grad gewaschen werden, um alle Bakterien und Viren abzutöten. Gleiches gilt für Allergiker und Personen mit geschwächtem Immunsystem.

2. Flecken einweichen und vorbehandeln

 Um hartnäckige Flecken wie beispielsweise Wein- oder Farbflecken restlos aus der Wäsche waschen zu können, sollten diese immer vorbehandelt werden. fullscreen
Um hartnäckige Flecken wie beispielsweise Wein- oder Farbflecken restlos aus der Wäsche waschen zu können, sollten diese immer vorbehandelt werden. (©Pixabay/the3cats 2017)

Um auch starke Verschmutzungen bei geringer Temperatur auswaschen zu können, solltest Du Kleidungsstücke mit hartnäckigen Flecken vor dem eigentlichen Waschen für eine Weile in Wasser einweichen lassen und anschließend mit einem Fleckentferner vorbehandeln. Danach weichen in der Regel selbst die hartnäckigsten Flecken bei einem 40-Grad-Waschgang.

3. Eco-Modus nutzen

 Mit dem Eco-Modus wird die Wäsche nicht nur sauber, er schont auch den Geldbeutel. fullscreen
Mit dem Eco-Modus wird die Wäsche nicht nur sauber, er schont auch den Geldbeutel. (©Pixabay/jill111 2017)

Um bei 60 Grad ein optimales Waschergebnis zu erzielen und dennoch Energie zu sparen, sollte möglichst das Eco-Programm genutzt werden. Die 60-Grad-Eco-Stufe erbringt in der Regel die Waschleistung einer 60-Grad-Wäsche, ohne das Wasser jemals tatsächlich bis auf 60 Grad zu erhitzen. Dieser Vorgang dauert zwar länger, nimmt allerdings auch wesentlich weniger Energie in Anspruch, verursacht so weniger Kosten und reinigt ebenso gründlich wie ein warmer Waschgang. Fazit: Wenn es die Zeit zulässt, besser im Eco-Modus waschen.

4. Auf das Waschmittel kommt es an

 Waschpulver befreit die Wäsche von mehr Keimen als Flüssigwaschmittel. fullscreen
Waschpulver befreit die Wäsche von mehr Keimen als Flüssigwaschmittel. (©Pixabay/habelfrank 2017)

Besonders wichtig bei niedriger Waschtemperatur: das Waschmittel. Wenn Du bei 30 oder 40 Grad wäschst, solltest Du in jedem Fall zu einem Vollwaschmittel in Pulverform greifen. Diese enthalten nämlich Bleichmittel, das den Keimen effektiv zu Leibe rückt. Gut zu wissen: Auf zusätzliche Hygienespüler kannst Du beim Einsatz eines Vollwaschmittels ruhig verzichten. Der zu häufige Gebrauch dieser Chemiekeulen kann sogar mehr schaden als nutzen. So kann die dauerhafte Anwendung eines Hygienespülers Hautreizungen und Allergien auslösen.

Beim Waschmittel lohnt sich zudem ein Blick auf die Verpackung. Dort halten Hersteller in der Regel genaue Dosiervorgaben fest, an denen Du Dich orientieren solltest. Ist die Maschine voll mit Kleidung, empfiehlt es sich auch, mehr Waschmittel zu verwenden. Aus Rücksicht auf die Umwelt solltest Du jedoch auch nicht unnötig viel einfüllen.

5. Waschmaschine regelmäßig reinigen

 Die Trommel der Waschmaschine sollte regelmäßig gereinigt werden. fullscreen
Die Trommel der Waschmaschine sollte regelmäßig gereinigt werden. (©Pixabay/Pexels 2017)

Mindestens einmal im Monat solltest Du dann allerdings doch bei 60 Grad im normalen Modus mit einem Vollwaschmittelpulver Wäsche waschen, damit sich in der Waschmaschine kein sogenannter Biofilm bildet, der auf Dauer für unangenehme Gerüche sorgt. Das empfiehlt das Umwelt Bundesamt, um die Waschkraft der Maschine zu erhalten. Wer in seiner Waschmaschine keine Keimkulturen heranzüchten möchte, sollte zudem nach jeder Wäsche die Trommel und die Gummidichtungen am Rand mit einem Lappen reinigen. Wer dann noch die Tür offenstehen lässt, sodass die Restfeuchtigkeit entweichen kann, hat alles richtiggemacht.

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