Adobe verkündet das (langsame) Ende von Flash

Das neue Animationsprogramm "Animate" wird Flash ersetzen. Das neue Animationsprogramm "Animate" wird Flash ersetzen. (© 2015 Youtube/Adobe)

Hersteller Adobe lässt die Animations-Software Flash langsam sterben. Das von vielen ungeliebte, weil oft instabile Plug-in für Webbrowser wird es zwar noch eine Weile geben. Aber das Programm zum Erstellen von Flash-Animationen wird umbenannt und um andere Formate erweitert.

Wenn Browser und Computer langsam werden, ist häufig ein extrem Ressourcen fressendes kleines Browser-Plug-in schuld: Flash. Mit dem gleichnamigen Programm der Grafiksoftware-Firma Adobe werden seit vielen Jahren Animationen aller Art erstellt. Leider steckt das Plug-in voller Fehler und auch Sicherheitslücken, sodass alleine die pausenlosen Updates einfach nur nerven. Zumal man Flash immer seltener benötigt. Das Ende einer Ära wurde von Adobe jetzt auf dem offiziellen Firmenblog verkündet.

Nach und nach: Adobe ersetzt Flash durch HTML 5

Seit einigen Jahren bereits gibt's für Flash das Ersatzformat HTML 5. Dieses ist nicht nur sicherer, sondern schont auch die Ressourcen von Computern. Außerdem läuft es auf jedem Browser, sogar auf iOS-Geräten, einfach so ohne weitere Software. Adobe selber unterstützt mit seinen Grafikprogrammen seit Jahren das neue Format HTML 5 und bringt seinem Animationsprogramm Flash jetzt ebenfalls HTML 5 bei. Und deshalb wird dieses Programm gleich umbenannt und heißt künftig nicht mehr "Adobe Flash" sondern "Adobe Animate". Es kann nach wie vor Flash-Animationen erzeugen – aber auch viele andere Formate, darunter eben auch HTML 5.

Das Plug-in für den Browser soll es noch fünf bis zehn Jahre geben, sichert Adobe zu, dann dürften auch die letzten Flash-Webseiten aus dem Netz verschwunden und Animationen durch neue, bessere Formate ersetzt sein. Schon jetzt ist Flash kaum noch nötig. Wer das Tool ausschaltet oder gar nicht erst installiert, wird nur selten merken, dass etwas fehlt, dafür aber entspannter im Internet surfen können, weil der Rechner nicht alle paar Stunden in die Knie geht.