Ärger ums Lumia 950: US-Mobilfunkanbieter blockiert Microsoft

Ärger in den USA: Der Netzbetreiber Verizon blockiert das Lumia 950 XL. Ärger in den USA: Der Netzbetreiber Verizon blockiert das Lumia 950 XL. (© 2015 Microsoft)

Der US-Mobilfunkanbieter Verizon will die neuen Microsoft-Smartphones Lumia 950 und Lumia 950 XL nicht unterstützen. Die Nutzung der Geräte im Netz von Verizon soll deshalb aktiv blockiert werden. Microsoft selbst möchte seine Abhängigkeit von den Netzbetreibern allerdings ebenfalls verringern.

Die neuen Microsoft-Smartphones Lumia 950 und Lumia 950 XL sorgen in den USA schon vor ihrem Release für Aufregung. Schuld daran hat allerdings weniger Microsoft, als vielmehr der Mobilfunkanbieter Verizon. Dieser weigert sich nämlich nicht nur, die beiden Windows 10-Flaggschiffe zu verkaufen, sondern möchte diese auch in seinen eigenen Mobilfunknetzen blockieren, wie die Reporterin Mary Jo Foley im Podcast Windows Weekly verriet.

Lumia 950 und 950 XL funktionieren nicht im Verizon-Netz

Im Klartext bedeutet das: Wer sich ein Lumia 950 oder ein Lumia 950 XL zulegt, wird sein Gerät nicht mit einer SIM-Karte von Verizon betreiben können. Warum der Netzbetreiber diese Blockade-Politik gegenüber Microsoft fährt, ist nicht ganz klar. Allerdings hatte sich Verizon schon in der Vergangenheit wenig Kooperativ gegenüber Microsoft und Windows Phone gezeigt.

Andere Netzbetreiber wie T Mobile oder AT&T werden die neuen Lumia-Smartphones nicht blockieren. Auch deutsche Käufer von Lumia 950 und Lumia 950 XL müssen sich keine Sorgen machen. Hierzulande sind derartige Alleingänge von Mobilfunkanbietern eher nicht zu erwarten. Wann die beiden neuen Smartphones hierzulande erhältlich sein werden, ist hingegen immer noch nicht klar. Auf seiner Homepage gibt Microsoft lediglich an, dass diese "in Kürze verfügbar" sein werden. Zumindest der Preis steht aber schon fest. So wird das Lumia 950 für 599 Euro (UVP) angeboten. Für das Lumia 950 XL wird ein Preis von 699 Euro angegeben.

Microsoft will unabhängiger von Netzbetreibern werden

Microsoft selbst möchte seine Abhängigkeit von den Mobilfunkbetreibern übrigens ohnehin verringern. Erst in der vergangenen Woche hatte der Hersteller mitgeteilt, dass er die zukünftigen Software-Updates für Windows 10 Mobile vollkommen unabhängig von den Netzbetreibern verteilen möchte. Mit dem Vorgehen will der Konzern sicherstellen, dass möglichst viele Nutzer von Windows 10-Smartphones immer mit der aktuellsten Software-Version arbeiten.