Apple könnte Beats Music in iOS integrieren

Apple will Beats Music offenbar direkt in iOS integrieren. Apple will Beats Music offenbar direkt in iOS integrieren. (© 2014 picture alliance / empics)

Spotify ist aktuell der beliebteste Streaming-Dienst für Musik. Das will Apple ändern. Wie es aussieht, wird der Konzern seinen teuer gekauften Musikdienst Beats Music künftig direkt in sein Betriebssystem iOS integrieren. 

Wie TechCrunch berichtet, wolle Apple Beats Music ab März auf neuen iPhones und iPads vorinstallieren. Alle Funktionen und Features des Musikdienstes würden dann in Apples eigenes Musikprogramm iTunes integriert. Am eigentlichen Geschäftsmodell soll sich hingegen nichts Grundlegendes ändern: Nach wie vor hätten Nutzer gegen eine monatliche Gebühr von zehn Dollar Zugriff auf die Online-Musikbibliothek von Beats Music, die mehrere Millionen Titel umfasst. Dank Touch ID könnte die Anmeldung deutlich vereinfacht werden – einfach den Finger aufs Display legen und der Musikdienst erkennt den Nutzer am Fingerabdruck.

Apple und Beats Music: Kampfansage an Spotify

Apple hatte Beats Electronics im Mai 2014 für drei Milliarden Dollar gekauft. Die Marke erfreut sich als Hersteller von basslastigen Kopfhörern wie dem Beats by Dr. Dre Solo HD vor allem in der jungen Zielgruppe großer Beliebtheit. Der angeschlossene Streaming-Dienst Beats Music rundet das Firmenprofil ab.

Streaming könnte iTunes den Rang ablaufen

Die Integration von Beats Music in iOS deutet an, dass Apple die Zeichen der Zeit erkannt hat. Zwar generiert der hauseigene iTunes-Store mit Einzelverkäufen von Liedern und Alben immer noch Milliardenumsätze, Streaming-Dienste werden bei Musikliebhabern aber immer beliebter. Marktführer in diesem Segment ist der schwedische Anbieter Spotify, der aktuell rund 50 Millionen Nutzer hat. Davon gebe jeder Vierte Geld für ein monatliches Abo aus, wie Spotify in einem Blogeintrag Anfang November bekanntgab. Mit einer bereits im Vorfeld installieren Beats-Anwendung auf neuen iOS-Geräten hofft man bei Apple offenbar, mehr Nutzer erreichen zu können und Spotify somit ernsthafte Konkurrenz zu machen.