Apple-Praktikanten verdienen angeblich 80.000 Dollar pro Jahr

Apple-Mitarbeiter Apple-Mitarbeiter (© 2014 picture alliance / dpa)

Wer ein Praktikum bei Apple absolvieren möchte, muss seine Arbeit geheim halten, womöglich einen Umzug in Kauf nehmen und Überstunden schieben. Doch zumindest in Sachen Gehalt ist der Job offenbar mehr als lohnenswert.

Schon das Grundgehalt von etwa 6.700 US-Dollar im Monat bei einem Stundenlohn von 38 US-Dollar klingt mehr als attraktiv für ein Praktikum bei Apple, wie Business Insider bei einem Interview mit einem ehemaligen Praktikanten enthüllt. Das reguläre Salär entspricht immerhin einem Jahreseinkommen von 80.400 US-Dollar (72.455 Euro). Inwieweit dieses Gehalt für alle Apple-Praktikanten gilt, ist aber unklar. So sollen Store Manager bei dem Konzern angeblich ebenfalls ungefähr 80.000 Dollar pro Jahr verdienen.

Der Ex-Praktikant, der sich aus Gründen der Verschwiegenheit selbst nur "Brad" nennt, beschreibt fast schon paradiesische Arbeitsbedingungen. Wer über das reguläre Maß von 40 Stunden in der Woche bei Apple arbeitet, bekommt den eineinhalbfachen Stundenlohn. Das reizt viele Praktikanten, ihre Tätigkeit auf 60 Stunden oder mehr auszudehnen. Damit wächst das Gehalt noch einmal um eine enorme Summe. Wer sich dazu entschließt, mit einem oder mehreren Praktikanten in eine Apple-eigene Wohnung zu ziehen, braucht für Kost und Logis nichts zu bezahlen. Damit können die Apple-Praktikanten einen Großteil ihres Einkommens sparen und womöglich in eine spätere Uni-Ausbildung investieren.

Praktikum bei Apple: Kost und Logis frei

Doch selbst wer sich ein eigenes Appartement mietet, wird von Apple unterstützt: Bis zu 3.300 US-Dollar spendiert der Konzern aus Cupertino seinen Praktikanten aus aller Welt für den Umzug. Nach Angaben von Brad gibt Apple außerdem noch einmal jeden Monat 1000 US-Dollar zur Miete hinzu. Das Einzige was Apple während des Praktikums verlangt, ist absolute Verschwiegenheit. Bis auf die eigenen Familienmitglieder darf niemand wissen, wo oder gar woran die vorübergehenden Mitarbeiter bei Apple arbeiten. Die Geheimhaltung geht so weit, dass sogar auf dem Apple-Campus selbst einige Abteilungen nicht untereinander kommunizieren dürfen.

Geheimbund-Atmosphäre

Brad erklärt, dass viele Mitarbeiter manchmal gar nicht wissen würden, an was für einem Produkt sie gerade forschen. Beispielsweise hätten die für das erste iPad-Display zuständigen Apple-Ingenieure keine Ahnung gehabt, ob es sich bei dem von ihnen entwickelten Gerät um ein Tablet, Smartphone oder etwas völlig anderes handele. Doch trotz der Geheimbund-Atmosphäre seien die Apple-Mitarbeiter hochzufrieden, wie der ehemalige Praktikant Brad beteuert. Man hätte viel Geduld und alle wären sehr freundlich. Bei einem Jahresgehalt von über 80.000 Dollar darf man aber wohl auch mehr als zufrieden sein, und nimmt die eine oder andere Verschwiegenheitsklausel gern in Kauf.