Apple Watch sollte viel mehr Fitness-Tracker-Funktionen haben

Die Apple Watch sollte ursprünglich als ultimativer Fitness-Tracker verkauft werden. Die Apple Watch sollte ursprünglich als ultimativer Fitness-Tracker verkauft werden. (© 2015 picture alliance / dpa)

Die Apple Watch sollte ursprünglich offenbar deutlich mehr Funktionen eines Fitness-Trackers haben. Da viele Features aber anscheinend für Probleme sorgten, soll Apple sie kurz vor der Vorstellung der Smartwatch im vergangenen September gestrichen haben.

Die Apple Watch wird bei ihrem Release im April einen Beschleunigungssensor für das Zählen der Schritte und einen Herzfrequenzmesser mit an Bord haben – und damit auch nicht mehr Gesundheitsfeatures als Samsung Gear S, LG G Watch R und Co. bieten. Wie das Wall Street Journal berichtet, sollte die erste Smartwatch von Apple ursprünglich aber noch deutlich mehr Funktionen eines Fitness-Trackers haben. Unter anderem planten die Entwickler bei Apple Sensoren für das Messen des Stresslevels oder des Blutdrucks.

Fitness-Tracker-Sensoren arbeiten noch immer sehr unzuverlässig

Beim fertigen Produkt wurden diese Sensoren jedoch gestrichen. Laut dem Zeitungsbericht habe Apple beim Testen der komplexen Gesundheits-Features festgestellt, dass viele Sensoren nicht den eigenen Ansprüchen genügten. Die Messinstrumente arbeiteten schlichtweg nicht verlässlich genug und lieferten abhängig von der Enge des Armbands oder der Hautbeschaffenheit des Nutzers sehr unterschiedliche Ergebnisse – ein Problem, das auch viele moderne Fitness-Tracker noch immer haben.

Nachdem nahezu alle Gesundheitssensoren gestrichen wurden, hatten die Apple-Manager jedoch Probleme mit der Marktpositionierung der Apple Watch. Die Lösung des kalifornischen Konzerns: Die Smartwatch wird derzeit einfach als Alleskönner für modeaffine Technikfans vermarktet, die zudem Apple Pay beherrscht. Ob das reicht, um Smartwatches endlich auf den Massenmarkt zu katapultieren, wird sich allerdings erst nach dem Release im April zeigen.