Attacke auf GoPro: TomTom bringt Action-Cam auf den Markt

Eigentlich ist TomTom ja Spezialist für Navigationsgeräte und Fitness-Uhren. Jetzt weitet das Unternehmen seine Produktpalette aus und bringt eine Action-Cam in die Läden, die dem Marktführer GoPro einheizen soll. Passender Name des Geräts: Bandit.

Neu an der Action-Cam TomTom Bandit ist die Möglichkeit, Filmaufnahmen direkt zum Smartphone senden zu können: Wer es mit dem Teilen eilig hat, und seine Aufnahmen nicht zeitraubend am PC bearbeiten möchte, kann der entsprechenden TomTom-App die Arbeit überlassen. Wie Engadget schreibt, reicht es zum Bearbeiten aus, das Smartphone kurz zu schütteln. Alles andere geht dann automatisch.

Höhepunkte werden automatisch eingebaut

Mit dem Schütteln wird der in der Kamera eingebaute Mini-Computer angewiesen, ein Video zu erstellen. Das geschieht auf Basis der aufgezeichneten Daten wie etwa Geschwindigkeit, Beschleunigung oder Höhe und Herzfrequenz. Die Kamera versucht so, Höhepunkte zu erkennen und in den Film einzubauen. Logisch, dass man diese Automatik auch abschalten und die Aufnahmen selbst bearbeiten kann.

Die technischen Eigenschaften der TomTom Bandit könnte Konkurrenten wie GoPro durchaus den Schlaf rauben: Das Gerät filmt mit 1080p in Full-HD mit 30 oder 60 Frames pro Sekunde. In 720p schafft die Kamera immerhin 60 oder 120 Frames. Die 4K-Auflösung wird mit 15 Frames aufgezeichnet und Standbilder haben 16 Megapixel. Die Kamera nimmt Kontakt per WLAN und Bluetooth auf und es gibt einen zusätzlichen Akku-Pack, der weitere drei Stunden Filmen bringt.  Wie für andere Action-Cams gibt es als Zusatzausstattung ein wasserdichtes Gehäuse und eine Fernbedienung.

Zum Verkaufsstart der Action-Cam, die zuerst in Europa erscheint, gibt es zunächst leider nur eine iOS-App – laut Hersteller ist die Android-Version aber in Arbeit. Die TomTom Bandit soll in der Standardversion 429 Euro kosten.