Bastelt Samsung am Windows-Laptop-Dock für Android-Phablets?

Angeblich entwickelt Samsung ein Laptop-Dock für Phablets. Angeblich entwickelt Samsung ein Laptop-Dock für Phablets. (© 2015 Facebook/Samsung Deutschland)

Smartphones sind längst leistungsstarke Mini-Rechner. Warum sie also nicht auch als solche nutzen, denkt sich Samsung anscheinend. Der Hersteller aus Südkorea hat ein Patent für ein Laptop-Dock eingereicht, in dem die Phablets des Unternehmens Platz finden. Im Notebook-Modus wechseln die Android-Handys dann von Android zu Windows 10.

Mit der fortschreitenden Entwicklung von Smartphones liegt Samsungs Idee eines Notebook-Docks für Phablets eigentlich nahe. Ein entsprechendes Patent wurde laut Patently Mobile in der vergangenen Woche publik. Darin beschreibt Samsung offenbar ein Hybrid-Gerät mit doppeltem Betriebssystem. Wird das Phablet solo genutzt, steht Googles mobiles OS Android zur Verfügung. Sobald das Smartphone jedoch ans Notebook gedockt wird, läuft das Gerät unter Windows 10.

Dünnere und leichtere Notebooks

Der Smartphone-Notebook-Hybrid wäre dem Bericht zufolge in der Lage, auch ohne WiFi eine Verbindung zum Internet herzustellen. Darüber hinaus könnte es das angedockte Phablet gleichzeitig laden. Denkbar wäre ebenso, dass der Touchscreen des Smartphones als Touchpad des Laptops fungieren könnte. Weiterer Vorteil: Da das Notebook-Dock an sich keinen Prozessor besäße, wäre es zudem deutlich leichter und dünner als bisherige Laptop-Modelle von Samsung.

Samsung und Microsoft vs. Apple und IBM?

Mit diesem Gerät und einer Zusammenarbeit mit Microsoft könnte Samsung einen Frontalangriff auf Apple und IBM starten, die gemeinsam eine "Mobile First"-Strategie ausgerufen haben. Zumindest der neue Microsoft-Claim "Mobile-First, Cloud-First computing" geht augenscheinlich in dieselbe Richtung. Und mit Windows 10 auf der einen und Android auf der anderen Seite würden sich Apple und IBM einer starken Konkurrenz gegenübersehen.

Wann der Phablet-Laptop-Hybrid allerdings die Verkaufsräume erobern könnte, ist bislang noch völlig unklar. Das Patent wurde im dritten Quartal 2014 eingereicht. Das lässt allerdings noch keinerlei Rückschlüsse auf einen möglichen Release-Zeitraum zu.