Baukosten des iPhone 6s: Darum ist das Apple-Phone so teuer

Das iPhone 6s bringt es auf reine Materialkosten von 211,50 US-Dollar. Das iPhone 6s bringt es auf reine Materialkosten von 211,50 US-Dollar. (© 2015 TURN ON)

In einem Teardown wurde das iPhone 6s jetzt genau unter die Lupe genommen. Die Kosten der Komponenten schlagen mit etwa 211,50 US-Dollar für das iPhone 6s zu Buche, beim iPhone 6s Plus betragen sie 236 US-Dollar. Doch wie viel kosten die einzelnen Bauteile wirklich?

Die üppigen Gewinnmargen von Apple im Smartphone-Segment sind bekannt, auch die reinen Materialkosten für das iPhone 6s wurden bereits enthüllt. Jetzt wurden die genauen Kosten noch einmal deutlich detaillierter aufgeschlüsselt, wie Apple Insider mit Verweis auf eine Untersuchung von IHS Technology zu berichten weiß.

Die teuerste Einzelkomponente ist demzufolge das neue 3D Touch-Display, das für das iPhone 6s Plus Kosten von 52,50 US-Dollar verursacht. Der neue leistungsstarke A9-Prozessor bringt es auf 22 US-Dollar. Der Arbeitsspeicher, der für die aktuelle Modellgeneration auf 2 GB aufgestockt wurde, wird mit 17 US-Dollar beziffert. Der Baseband-Prozessor von Qualcomm kostet 13 US-Dollar, die beiden Kameramodule 22,50 US-Dollar.

Zu den reinen Materialkosten kommen noch viele andere Kosten

Der 16 GB-Flashspeicher des iPhone 6s hat reine Materialkosten von 5,50 US-Dollar, das WLAN-Modul gibt es für 6 US-Dollar und der Akku schlägt mit einem Preis von lediglich 4,50 US-Dollar zu Buche. Die Herstellungskosten für den Kompass, NFC, Audio und anderen Teilen beläuft sich auf insgesamt 18 US-Dollar. Verschiedene Kosten wie Anschlüsse und Steckverbindungen bringen es auf 42 US-Dollar und verursachen einen Montage-Preis von 4,50 US-Dollar.

Zu beachten gilt, dass es sich hierbei lediglich um die reinen Kosten der einzelnen Bauteile des iPhone 6s handelt. Entwicklung, Lohnkosten, Marketing, Vertrieb und viele andere Sachen werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Dennoch dürfte nach Abzug aller Kosten immer noch ein saftiger Gewinn für Apple übrig bleiben – und einmal mehr durfte sich das US-Unternehmen gleich nach Verkaufsstart über Rekordverkäufe freuen.