BlackBerry hilft Boeing beim selbstzerstörenden Smartphone

Das Black Phone von Boeing soll bald Realität werden. Das Black Phone von Boeing soll bald Realität werden. (© 2014 YouTube/lennonSystems)

Der kanadische Smartphone-Hersteller BlackBerry wird den US-Konzern Boeing dabei unterstützen, ein ultrasicheres Smartphone zu entwickeln. Das teilte BlackBerry-CEO John Chen am Freitagabend mit. Das Boeing Black Phone soll sämtliche Daten vernichten können, wenn es in falsche Hände gelangt.

Nach der NSA-Spionageaffäre ist das Thema aktueller denn je: Bereits seit 2012 feilt Boeing an einem Android-Smartphone, das gegen Angriffe von außen geschützt ist. Bei der Entwicklung dieses Black Phone genannten Mobilgeräts bekommt der Flugzeughersteller nun Unterstützung. Am Freitag teilte BlackBerry laut Re/code mit, dass das Unternehmen seine Sicherheitsplattform BES 12 in das Boeing-Handy integrieren werde.

Boeing-Handy mit Dual-SIM und Selbsterzerstörungsfunktion

"Wir freuen uns, verkünden zu dürfen, dass Boeing mit BlackBerry zusammenarbeitet, um eine sichere mobile Lösung für Android-Geräte zu entwickeln, die unsere BES 12-Plattform beinhaltet," wird BlackBerry-CEO aus einem Konferenzgespräch zitiert. "Das ist übrigens alles, was sie mir erlauben, darüber zu sagen."

Nach Informationen von The Verge soll das Boeing Black Phone zwei SIM-Karten-Slots besitzen und auf der Rückseite Platz für biometrische Scanner und Sattelitenempfänger bieten. Eines der Highlights wird wohl aber eine Art Selbstzerstörungsfunktion: Wird eine spezielle Hülle entfernt, löscht das Smartphone alle sensiblen Daten. Wie Re/code berichtet, hat Boeing bereits damit begonnen, das ultrasichere Handy potenziellen Kunden anzubieten.