CeBIT 2015 Neuheiten: Heiße Sohle & Elektro-Renner

Für den Chip-Hersteller AMD im Einsatz: Auf der CeBIT 2015 ging's nicht nur um langweilige Computerthemen. Für den Chip-Hersteller AMD im Einsatz: Auf der CeBIT 2015 ging's nicht nur um langweilige Computerthemen. (© 2015 TURN ON)

Die beheizbare Einlegesohle oder ein Plastik-Roboter zum Streicheln sind nicht die einzigen etwas seltsamen und skurrilen Neuheiten auf der CeBIT 2015. Die Messegesellschaft versucht zwar seit längerem, die weltgrößte Computermesse seriöser zu machen, indem – anders als früher – nur Fachpublikum zugelassen wird. Die bunten Themen lassen sich aber nur schwer verbannen.

Bei unserem Besuch auf der CeBIT 2015 haben wir nicht nur ein paar spannende Geräte, wie etwa das Archos 50 Diamond oder aber das Connected Bike der Telekom, in die Hand nehmen können. Sondern  wir haben auch skurrile Gadgets wie etwa eine beheizbare Sohle mit USB-Anschluss gesehen oder faszinierende Technikwunder wie das Elektroauto Model S von Tesla.

Wenn Du im Winter immer kalte Füße hast und außerdem ein absoluter Nerd bist, dann ist eine Einlegesohle mit USB-Anschluss eigentlich Pflicht. Die "Digitsole" wird am USB-Anschluss aufgeladen und heizt dann für einige Stunden kalten Füßen mollig warm ein. Außerdem ist ein Schrittzähler eingebaut, die verbrauchten Kalorien werden per App berechnet und ein Höhenmesser erfasst die Meter überm Meeresspiegel. Bislang ist die heiße Sohle nur übers Internet zu bestellen.  Der Entwickler am Stand übrigens ist eine ehrliche Haut: "Bestell lieber erst die nächste Version, die ist besser."

Elektro-Renner schafft über 190 Sachen

Heiß ist in jedem Fall auch das Modell S des Elektroauto-Herstellers Tesla, das am Stand dicht umlagert ist. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, sich einfach mal für ein paar Sekunden hinters Steuer der Luxuslimousine zu setzen. Wir natürlich auch... Für gut 71.000 Euro bekommt man ein reich ausgestattetes  Elektrofahrzeug, das bei etwa 350 Kilometern Reichweite um die 190 Stundenkilometer schafft. Wer schön energiesparend fährt, legt sogar bis zu 500 Kilometer mit einer Batterieladung zurück – sagt der Hersteller. Im Cockpit des Wagens fällt vor allem ein großer Touch-Screen auf, mit dem man viele Funktionen steuern kann.

Menschliche Gipskopien
Lebensechte Gipskopien: Per 3D-Scanner wird ein räumliches elektronisches Modell erstellt. Ein Drucker, der über 100.000 Euro kostet, fertigt dann realistisch eingefärbte Modelle aus Gips an. (© 2015 TURN ON)
Breiter Bildschirm von LG.
Breites Bild: Mit einem Seitenverhältnis von 21:9 passt auf diesen 50 Zentimeter breiten und gebogenen Bildschirm alles drauf. Ob Du spielen willst oder Bilder bearbeiten und dabei chatten möchtest. (© 2015 TURN ON)
Wecker mit Ladestation.
Morgens schon geladen: Dieser Holzkasten hat ein spannendes Innenleben. Drin steckt nicht nur ein Wecker, sondern auch eine drahtlose Ladestation fürs Smartphone. Hersteller: die Berliner Firma Flux Port. (© 2015 TURN ON)
Brandmelder mit Kamera.
Schall und Rauch: Dieser Rauchmelder ist gleichzeitig eine Sirene und zusätzlich eine Webcam, die Bilder per WLAN aufs Smartphone senden kann. Hersteller: Novi Security. (© 2015 TURN ON)
Heizbare Sohle.
Heiße Sohle: Zum Tanzen auf dem Parkett ist das Gadget nicht geeignet, aber für warme Füße im Winter schon. Geladen wird die Sohle per USB-Anschluss. (© 2015 TURN ON)
Plastikroboter.
Streichelzart? Der Roboter mit der glatten Plastikhaut soll auf Kinderhände reagieren, wenn er gestreichelt wird. Ob Kinder darauf Lust haben, oder sich mit dem Gerät unterhalten möchten – wir glauben nicht dran. (© 2015 TURN ON)
Standpersonal XFX
Gute Optik: Hersteller XFX produziert Grafikkarten, Netzteile und Gehäuse. Und dabei wird er vom weiblichen Standpersonal tatkräftig unterstützt. (© 2015 TURN ON)
Rinspeed Auto
Kluge Karre: Von Rinspeed stammt dieser aufgemotzte BMW. Das Connected Car kann nicht nur autonom fahren, sondern hat statt Rückleuchten einen Bildschirm, auf den der Fahrer Nachrichten senden kann, ... (© 2015 TURN ON)
Rinspeed Auto
... wenn er im futuristisch gestylten Cockpit hinterm Lenker sitzt. Der übrigens kann sowohl auf der rechten wie auf der linken Seite des Autos verwendet werden. (© 2015 TURN ON)
Connected Trecker
Connected Trecker: Damit Bauern mehr Zeit haben, eine Frau zu suchen, entwickeln diverse Hersteller das intelligente Farming. Der Traktor auf dem Messestand ist jedenfalls ein Blickfang. (© 2015 TURN ON)
Tesla Modell S
Elektrisierend: Das Model S von Tesla fährt mit Strom und ist schnell. Über 190 Stundenkilometer Spitze gibt der Hersteller an. Viele Besucher wollten einmal hinters Steuer – ... (© 2015 TURN ON)
Tesla Modell S
... wir auch. Das Cockpit ist edel, über einen großen Bildschirm rechts neben dem Lenker werden viele Funktionen gesteuert. Der Spaß hat seinen Preis: Mehr als 70.000 Euro kostet die günstigste Ausstattung. (© 2015 TURN ON)

Zum Thema Connected Car gab's noch ein anderes interessantes Modell zu sehen. Die Tuning-Firma Rinspeed zeigte einen aufgemotzten BMW, der statt normaler Rückleuchten einen breiten Bildschirm besitzt, auf dem auch Nachrichten an das Auto hinter Dir gesendet werden können. Wie etwa: "Bitte nicht so dicht auffahren." Oder vielleicht auch Deine Telefonnummer...