Cleveres Küchengerät: Pfannkuchen-Gesichter aus dem Drucker

PancakeBot PancakeBot (© 2015 Kickstarter)

Ein 3D-Drucker in der Küche? Klar, wenn er leckere Pfannkuchen druckt. Das clevere Küchengerät PancakeBot ist im März als Kickstarter-Projekt gestartet und hat viel mehr zahlungswillige Unterstützer gefunden als gedacht. Demnächst sollen die ersten Geräte ausgeliefert werden.

Klingt schräg und ist ziemlich verrückt: Ein Drucker, der mit Pfannkuchen-Teig leckeres und fantasievolles Gebäck zaubern kann. Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter wurde das Projekt Anfang März gestartet und mega-erfolgreich beendet. In nur 35 Tagen konnten über 2000 Unterstützer überzeugt werden, die zusammen mehr als 460.000 Dollar investiert haben, um einen oder mehrere Pfannkuchen-Drucker zu bekommen.

Kinderzeichnung oder Kunstwerk: Drucken lässt sich fast alles

Das Prinzip ist simpel: Ein mit Teig gefüllter Druckkopf wird computergesteuert über eine heiße Platte bewegt, auf die der Teig läuft und dabei gleich gebacken wird. Passende Motive werden mit einer mitgelieferten Software für Mac und PC am Computer erstellt und der 3D-Drucker dann per SD-Speicherkarte damit gefüttert. Prinzipiell ist alles als Motiv geeignet: Kinderzeichnungen, Kunstwerke, Gesichter oder Logos. Der Pfannkuchen-Künstler bestimmt, welche Linien zuerst gedruckt werden und damit auch die Kontur seines Backwerks.

Der Pfannkuchen-Drucker verwendet ein patentiertes Druckverfahren, um den Teig auf die mitgelieferte Backfläche zu drucken. Es besteht aus einer Kombination aus Pressluft und Vakuum. Auf etlichen Videos kann man deutlich sehen, wie exakt mit diesem System gedruckt werden kann. Das Feintuning geschieht direkt am Drucker, wo sich die Teigmenge regulieren lässt.

Ab Mitte 2015 kann man den Drucker kaufen

Erfunden hat den Pfannkuchen-Drucker der Ingenieur Miguel Valenzuela, der für seine beiden Töchter aus Lego den ersten Pfannkuchen-Drucker zusammengebaut hat. Nach sechs Monaten hatte Miguel die ersten Pfannkuchen mit seiner Maschine gebacken, und nach einem Jahr war ein verbesserter Drucker aus Acryl fertig. Um das Gadget auf den Markt bringen zu können, hat sich Miguel mit Storebound zusammengetan. Das Unternehmen für innovative Küchengeräte wird den Drucker ab Mitte 2015 für 299 Dollar verkaufen.