Datenschutz: WhatsApp schlecht, Apple super

WhatsApp schneidet in Sachen Datenschutz deutlich schlechter als Apple ab. WhatsApp schneidet in Sachen Datenschutz deutlich schlechter als Apple ab. (© 2015 CC: Flickr/Microsiervos Geek Crew)

Während Apple und Dropbox in Sachen Datenschutz perfekte 5-Sterne-Wertungen einfahren, kassiert WhatsApp mit nur einem Stern wieder einmal eine Klatsche. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Datenschutz-Report der Electronic Frontier Foundation (EFF) hervor.

In dem EFF-Report 2015 geht es darum, wie gut große Technologie-Firmen die Daten ihrer Nutzer vor fremden Zugriffen zu schützen versuchen – auch vor denen von Geheimdiensten und Regierungen. In insgesamt fünf Kriterien werden die Firmen bewertet, darunter etwa, ob die Firma sich an allgemein anerkannte Datenschutz-Standards hält.

WhatsApp in Sachen Datenschutz-Standards abgewatscht

Während Apple bei allen fünf Punkten einen Stern bekommt, wird WhatsApp auch in Sachen Datenschutz-Standards abgewatscht und kann nur einen einzigen Stern dafür vorweisen, dass in der Software keine Hintertürchen für unbefugten Zugriff eingebaut sind. Dagegen schneidet der WhatsApp-Eigentümer Facebook mit vier Sternen deutlich besser ab. Lediglich beim Kriterium, ob die Firma Anfragen der Regierung wegen Löschung von Konten und Inhalten öffentlich mitteilt, konnte Facebook nicht punkten. WhatsApp fiel auch hier durch.

In Sachen Datenschutz hat WhatsApp in den letzten Monaten für viel Aufsehen gesorgt. Auch eine Sicherheitslücke, die den Zugriff auf private Bilder erlaubte, konnte das Vertrauen in den Chat-Service nicht gerade steigern. Und der Wirbel um die blauen Lesebestätigungs-Häkchen und was WhatsApp noch so alles verrät, machte deutlich, welche Mängel es bei der beliebten App gab und anscheinend bis heute gibt.