Die iWatch soll doch kommen – aber nicht von Apple

Statt der ersehnten iWatch war im September die Apple Watch in Cupertino zu sehen. Statt der ersehnten iWatch war im September die Apple Watch in Cupertino zu sehen. (© 2014 picture alliance / AP Images)

Bei der Vorstellung der Apple Watch im September war der Name eine der großen Überraschungen. Alle Welt ging nämlich davon aus, dass das Wearable iWatch heißen würde. Nun könnte tatsächlich eine Smartwatch mit diesem Namen herauskommen. Allerdings nicht von Apple, sondern von Probendi.

Vor der Präsentation der Apple Watch hatte der Weltkonzern aus Cupertino versucht, die entsprechenden Markenrechte an der iWatch zu registrieren. Eine Smartwatch mit diesem Namen hätte sich sinnvoll in vorhandene Produktlinien wie iPhone, iPad oder iMac eingeordnet. Allerdings hatte sich der irische Hersteller Probendi die Marke iWatch bereits im Vorfeld gesichert.

Auf der Suche nach einem Hersteller für die iWatch

Nun äußerte sich Daniele Di Salvo, der Mitbegründer von Probendi, zu dem Namens-Coup. In einem Interview mit der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg erklärte er, man wolle tatsächlich eine Smartwatch mit dem Namen iWatch auf den Markt bringen. Di Salvo ist derzeit in China auf der Suche nach einem Hersteller für seine smarte Uhr. Diese soll vermutlich mit quadratischem Display bestückt sein, mit Android 4.4 laufen und nach Möglichkeit günstiger als die Apple Watch sein. Das Gadget aus dem Hause Apple wird es kommendes Jahr ab 350 Dollar zu kaufen geben.

Markenrechte für eine Software statt einer Smartwatch

Ursprünglich hatte Probendi sich die Markenrechte an dem Namen iWatch für eine Software gesichert – und zwar schon im Jahr 2008. Dementsprechend gibt es auch eine Anwendung namens iWatch, mit der verschiedene Geräte noch einfacher miteinander kommunizieren können. Probendi hatte Apple und andere Unternehmen im Vorfeld gewarnt, eine Smartwatch mit dem Namen iWatch herauszubringen.

Unklar ist, inwiefern Probendi und Apple derzeit in Verhandlungen stehen. Im Interview mit dem irischen Sender RTE Radio wollte sich Di Salvo dazu nicht äußern. Zudem bleibt die Frage offen, ob der Uhrenhersteller Swatch noch ein Wörtchen mitreden wird. Bereits im Vorfeld der Vorstellung der Apple Watch hatte das Schweizer Unternehmen angekündigt, gegebenfalls gegen Apple vorzugehen. Swatch sah eine Verwechslungsgefahr der iWatch mit der Marke iSwatch.