Dieser Roboter-Gepard kann über Hindernisse springen

Er kann schneller rennen als Weltrekordhalter Usain Bolt und lehrt nun in einer weiteren Disziplin das Fürchten: Der Roboter-Gepard des Massachusetts Institute of Technology (MIT) übt sich mittlerweile auch im Hürdenlauf. Ein Software-Update lässt das technische Wunderwerk bis zu 40 Zentimeter hohe Hindernisse erkennen und im Lauf überwinden.

Nach Sprinter Usain Bolt nimmt der MIT-Roboter jetzt Aries Merritt ins Visier, den Olympiasieger im 110-Meter-Hürdenlauf. Denn die Wissenschaftler der MIT-Robotik-Abteilung haben nach eigenen Angaben ihrem Roboter-Gepard ein Update verpasst, das ihn zum weltweit ersten vierbeinigen Roboter mit autonomen Run-and-Jump-Fähigkeiten macht.

Wie ein menschlicher Hürdenläufer nimmt der Gepard aus Metall und Schaltkreisen ein Hindernis wahr, schätzt dessen Höhe und Entfernung, sucht die beste Absprungposition und passt seine Schrittlänge dementsprechend an. Basierend auf der Hürdenhöhe errechnet der Roboter die benötigte Kraft für den Sprung und eine sichere Landung. Danach beschleunigt er wieder auf seine ursprüngliche Geschwindigkeit.

Gemeinsamkeiten mit selbstfahrenden Autos

Um die Hindernisse erkennen und einschätzen zu können, nutzt der Roboter-Gepard eine ähnliche Technologie wie selbstfahrende Autos, berichtet The Verge. Ein LiDAR-System ("Light detection and ranging") sendet Laserimpulse aus und erfasst die Zeit, die sie zur Quelle zurück benötigen. Daraus lässt sich die Entfernung ermitteln. Dies ist jedoch nur einer von vielen Algorithmen, die der MIT-Roboter anwendet.

Wie gut der künstliche Gepard laufen und springen kann, werden die verantwortlichen Wissenschaftler bei der alljährlichen DARPA Robotics Challenge im Juni demonstrieren. Im Juli wollen sie dann die Theorie hinter dem Projekt auf einer Robotik-Konferenz vorstellen.