Dieser Roboter spielt Geige – und das meisterhaft

Roboter nehmen uns mittlerweile ja viele Bereiche des täglichen Lebens ab. Für Musik und andere künstlerische Aktivitäten ist aber doch immer noch der Mensch zuständig – bis jetzt. Denn dieser Roboter eines amerikanischen Ingenieurs spielt wunderbar Geige.

Seth R. Goldstein heißt der Tüftler, der seinem selbst gebauten Roboter das Geigespielen beigebracht hat. Er hat seinen mechanischen Musiker Ro-Bow getauft. Ro-Bow ist eine kinetische Skulptur, die ihre Roboterfinger dazu benutzt, digitale Musik-Dateien in echt auf einer Geige nachzuspielen. Möglich machen das seine Aktoren, die elektrische Signale in mechanische Bewegungen umsetzen.

"Amazing Grace" von einem Roboter gespielt

Umfangreich ist das musikalische Repertoire von Ro-Bow bislang noch nicht. Der mechanische Geiger spielt unter anderem den Klassiker "Hello, Dolly", Bachs "Minuett in G-Dur" und das weltweit bekannte Kirchenlied "Amazing Grace". Geübten Ohren fällt dabei sofort auf: Das Gegeige von Ro-Bow klingt zwar souverän, aber auch ganz schön seelenlos. Dem Roboter fehlt einfach das Fingerspitzengefühl, das einen professionellen menschlichen Musiker auszeichnet. Trotzdem ist es schon beeindruckend, wie akkurat Ro-Bow vergleichsweise knifflige Noten meistert. Auf dem Feld der Musik steht der Mensch als Schöpfer also weiterhin noch unangefochten an der Spitze – doch die Roboter holen langsam auf.

Wer die genaue Wirkungsweise der geigenden Robo-Hand verstehen will, der findet detaillierte Informationen und ein faszinierendes Portrait des Erfinders Seth R. Goldstein in der New York Times – und in diesem Video.