Ein Wearable von HTC: Das steckt hinter Projekt "Petra"

HTC könnte Anfang März endlich sein erstes Wearable vorstellen. HTC könnte Anfang März endlich sein erstes Wearable vorstellen. (© 2015 picture alliance / dpa)

Wearables, also Gadgets fürs Handgelenk, sind derzeit der neueste Schrei auf dem Technik-Markt. Unter dem Codenamen "Petra" soll nun auch HTC an einem eigenen Smartband für Fitness-Begeisterte arbeiten.

HTC will offenbar in Kürze endlich sein erstes eigenes Wearable vorstellen. Derzeit macht im Netz ein Bericht des chinesischen Twitterers Upleaks die Runde, wonach die Taiwaner unter dem Codenamen "Petra" an einem Smartband arbeiten. Stimmen die Angaben zum Zeitplan, dann erscheint eine Vorstellung von HTCs erstem Wearable am 1. März wahrscheinlich. Dann nämlich stellt der Hersteller im Rahmen des Mobile World Congress mit dem HTC One M9 auch sein neues Android-Flaggschiff vor. Gerüchte über ein HTC-Wearable gibt es schon seit Längerem, viele Experten hatten mit einer Vorstellung auf der CES Anfang Januar gerechnet.

HTC Petra: Ein Smartband mit flexiblem Display?

Dem Bericht zufolge setzt HTC bei "Petra" auf ein 1,8 Zoll großes und flexibles Display mit PMOLED-Technik, dessen Auflösung 32 x 160 Pixel betragen soll. Dabei steht PMOLED für "Passive Matrix OLED", eine vereinfachte und stromsparende Version der vor allem in Smartphone-Displays häufig anzutreffenden AMOLED-Technik. Darüber hinaus soll das Wearable dank IP57-Zertifizierung auch gegen Staub, Wasser und härtere Stöße geschützt und somit für den robusten Außeneinsatz geeignet sein. Im Inneren werkelt ein Chip des europäischen Halbleiter-Herstellers STMicroelectronics mit Bluetooth, GPS und USB-Unterstützung. Der verbaute Akku verspricht laut Upleaks eine Laufzeit von mindestens drei Tagen.

Kein Android Wear?

Überraschung: Beim Betriebssystem soll HTC statt auf Googles Android Wear auf eine Eigenentwicklung setzen. Dafür soll das Smartband dann nicht nur mit Android-Geräten kommunizieren können, sondern sich auch mit Apples iOS-Geräten verstehen. In puncto Features dürfte "Petra" mit den in der Geräteklasse üblichen Eigenschaften aufwarten, also Wecker, Timer, Stoppuhr sowie verschiedene Sensoren für Fitness- und Schlafanalyse. Gekoppelt mit einem Smartphone lassen sich vermutlich auch Nachrichten auf dem Display des Smartbands ablesen oder die Handy-Kamera aus der Ferne auslösen. Der Release soll dem Bericht zufolge noch im ersten Quartal 2015 erfolgen.