Endlich ohne Brille: Forscher erfinden neuartiges 3D-Display

Um das Display sind über 200 Projektoren angeordnet. Um das Display sind über 200 Projektoren angeordnet. (© 2015 Youtube/USCICT)

Wissenschaftlern aus Kalifornien ist es jetzt gelungen, eine 3D-Technologie zu entwickeln, die bei der sich das räumliche Sehen auf einem Display auch ohne Brille realisieren lässt. Sie stellten die noch recht aufwändige Methode auf der Siggraph-Konferenz vor.

Räumliche Bilder ohne Polarisationsbrille sehen zu können, ist eine der größten Herausforderungen für Display-Entwickler. Die Lösungen, die es bislang gibt, haben alle deutliche qualitative Mängel. Eine Gruppe von Forschern der Universität von Südkalifornien (USC) und dem dortigen Institut für kreative Technologien hat diese Aufgabe jetzt anscheinend gemeistert – jedoch mit einem beträchtlichen Aufwand. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher auf ihrer Webseite.

3D-Display braucht 216 Projektoren

Zunächst geht es bei der neuen Technologie vor allem darum, Personen räumlich und lebensecht filmen und dann auf einem Bildschirm darstellen zu können, um etwa einem Vortrag zu folgen. Dazu haben die Wissenschaftler ein Display konstruiert, das insgesamt 216 Projektoren nutzt. Eine Person wir mit 30 verschiedenen Kameras gleichzeitig abgefilmt und dieses Videomaterial dann auf die 216 Projektoren elektronisch verteilt. Die Projektoren sind im Halbkreis um einen großen Bildschirm angeordnet, der jeweils ein Bild aus einem leicht anderen Winkel wiedergibt, wenn man um ihn herumläuft. Dadurch entsteht der räumliche Effekt, der nach Aussagen von Besuchern verblüffend klar und detailliert ist.

Die gefilmten Menschen werden so realistisch dargestellt, dass man glaubt, wirklich vor ihnen zu stehen. Dabei ist es nur ein Bild, mit dem man sich unterhält. In einem Video kann man sehen, wie diese neue Technologie aussieht. Leider ist nicht bekannt, wann das auf einem normalen Fernseher so funktioniert.