Facebook will bei Selbstmord-Prävention helfen

Suizidgefährdete bekommen jetzt Hilfe von Facebook. Suizidgefährdete bekommen jetzt Hilfe von Facebook. (© 2015 CC: Flickr/Antoine K)

Was tun, wenn sich bei jemandem im Bekanntenkreis ein möglicher Selbstmord andeutet? Macht der direkte Kontakt keinen Sinn, meldet man es häufig jemandem. Nun ist das auch für die eigenen Facebook-Freunde möglich. Die Instanz? Facebook selbst.

Wenn es einem guten Freund schlecht geht, steht man ihm bei. Doch wie steht es um Facebook-Freunde? Jetzt kann man seine Besorgnis auch im sozialen Netzwerk zur Kenntnis bringen – zumindest in den USA. Mit einer neuen Funktion will Facebook laut Huffington Post Suiziden vorbeugen. Dabei wird mit diversen Organisationen kooperiert.

Stößt man auf einen Post, der andeutet, dass die Person in Problemen steckt, kann dieser bei Facebook gemeldet werden. Der Facebook-Freund, der die Besorgnis erregt hat, wird anschließend darauf aufmerksam gemacht, dass sich jemand um ihn sorgt und bekommt mögliche Hilfe gleich mit. So kann er direkt den Kontakt zu einem Freund oder aber einem Experten aufnehmen. Darüber hinaus liefert Facebook Tipps und Hinweise, wie die Betroffenen mit ihrer Situation umgehen können. Mit Videos, Artikeln und dem direkten Draht zu Profis soll das schlimmste verhindert werden.

Tod und Selbstmord bleiben Thema in der digitalen Welt

Die neue Funktion ist nicht ohne Hintergrund: Immer häufiger wird von Menschen berichtet, die in sozialen Medien ihr künftiges Ableben ankündigen. Nicht selten handelt es sich dabei um junge Menschen. Besonders prominent war der Fall der damals 15-jährigen Amanda Todd aus dem Jahr 2012. Die junge Kanadierin postete sogar ein Video, in dem sie ihren Selbstmord begründete. Grundsätzlich scheint sich Facebook immer intensiver mit dem Tod zu beschäftigen. Erst kürzlich wurden neue Regularien für den Todesfall und das digitale Erbe eingeführt.