Fitness-App: Adidas kauft Runtastic für 220 Millionen Euro

Adidas hat das österreichische Startup Runtastic für 220 Millionen Euro übernommen. Adidas hat das österreichische Startup Runtastic für 220 Millionen Euro übernommen. (© 2015 TURN ON)

Adidas übernimmt das österreichische Fitness-Unternehmen Runtastic für 220 Millionen Euro. Das Startup ist vor allem durch seine Fitness-Apps populär geworden. Mit dem Deal möchte Adidas seine digitale Vernetzung im Sport-Segment offenbar weiter vorantreiben.

220 Millionen Euro – das ist der Betrag, den der Sportartikelhersteller Adidas für das österreichische Startup Runtastic hinblättert. Wie das Unternehmen aus Herzogenaurach am Mittwoch mitteilte, übernimmt es den Anbieter von Fitness- und Gesundheits-Apps damit zu 100 Prozent. Bisheriger Hauptanteilseigner war der Axel-Springer-Konzern mit 50,1 Prozent. Die Übernahme von Runtastic markiert für den weltweit zweitgrößten Sportartikelhersteller eine wichtige Investition in die digitale Zukunft des Sports. Adidas bietet mit dem Programm miCoach zwar bereits eine eigene Fitness-App an. Möglicherweise wird diese aber vom Aufkauf von Runtastic profitieren. Auch eine Zusammenführung wäre denkbar, um mit geballter Kraft den großen Konkurrenten Nike mit seiner populären Fitness-App Nike+ anzugreifen.

Runtastic erreicht mit seinen Fitness-Apps 70 Millionen Nutzer

Das 2009 in Österreich gegründete Unternehmen Runtastic hat sich auf diverse Apps für den Fitness-Bereich spezialisiert. Laut eigenen Angaben nutzen mittlerweile rund 70 Millionen registrierte User die Dienste der verschiedenen Fitness-Anwendungen. Im Bereich der Gesundheits- und Fitness-Apps hat sich Runtastic innerhalb kürzester Zeit zu einem Globalplayer entwickelt und baut mittlerweile mit dem Runtastic Orbit auch einen eigenen Fitness-Tracker. Die Unternehmensgründer sollen laut Pressemitteilung die Geschäfte von Runtastic auch innerhalb des Adidas-Konzerns weiter fortführen.