Für Beats Music? Apple übernimmt Analysetool Musicmetric

Apple will offenbar Beats Music stärken und hat ein Analysetool übernommen. Apple will offenbar Beats Music stärken und hat ein Analysetool übernommen. (© 2014 CC: Flickr/Kārlis Dambrāns)

Apple hat Medienberichten zufolge das britische Start-up Semetric übernommen. Das kleine Unternehmen aus London hat ein Analysetool namens Musicmetric entwickelt, das unter anderem Spotify sagt, welche Songs am beliebtesten sind. Beobachter gehen davon aus, dass Apple das Tool nun in Beats Music integrieren will.

Apple hat das britische Start-up Semetric aufgekauft, das hinter dem Musik-Analysetool Musicmetric steckt. Das berichten übereinstimmend die Webseite Musically und der Guardian. Musicmetric sammelt Daten aus P2P-Netzwerken, YouTube-Streams, Reviews und Kommentaren in sozialen Netzwerken und erstellt daraus Musikstatistiken. Das Tool wurde bislang bereits von großen Streaming-Plattformen wie Spotify oder verschiedenen Musiklabels genutzt.

Übernahme von Musicmetric erfolgte offenbar bereits im Oktober 2014

Wie viel Apple für Semetric gezahlt hat, ist unklar. Laut Musically sei die Übernahme aber bereits im Oktober 2014 erfolgt und erst jetzt an die britischen Behörden gemeldet worden. Ein Sprecher des Konzerns wollte den Kauf von Musicmetric gegenüber dem Guardian nicht direkt bestätigen und erklärt nur recht allgemein: "Apple übernimmt von Zeit zu Zeit kleinere Firmen, und wir kommentieren Ziele oder Pläne generell nicht". Beobachter gehen jedoch davon aus, dass Apple Musicmetric in seinen eigenen Streaming-Dienst Beats Music integrieren wird.

Relaunch von Beats Music soll noch 2015 erfolgen

Apple besitzt Beats Music seit der Übernahme der Dachfirma Beats Electronics im Mai 2014. Damals kaufte der Elektronikkonzern den Audiohersteller mit angeschlosesenem Streaming-Dienst für drei Milliarden Dollar. Schon seit geraumer Zeit wird gemunkelt, dass Apple einen Relaunch des Dienstes plant und ihn stärker mit iOS verknüpfen will. Mit dem Analysetool Musicmetric könnten Beats Music oder iTunes beispielsweise virale Songs schneller erkennen und zum Kauf anbieten.