Galaxy S6 Edge: Knick-Display könnte Lieferprobleme bereiten

Das Display des Galaxy S6 Edge ist schwierig zu produzieren. Das Display des Galaxy S6 Edge ist schwierig zu produzieren. (© 2015 Facebook/SamsungMobileDeutschland)

Das abgeknickte Display des Samsung Galaxy S6 Edge ist nicht nur ein absoluter Hingucker, es bietet auch ein paar praktische Zusatzfunktionen. Allerdings ist der Screen mit Knick offenbar so schwer zu produzieren, dass Samsung zum Release des Smartphones Lieferprobleme bekommen könnte.

Wie G 4 Games unter Berufung auf die taiwanesische Webseite TechNews meldet, soll die Ausbeute bei der Produktion des abgeknickten Displays für das Galaxy S6 Edge vergleichsweise schlecht sein. So wollte Samsung angeblich im zweiten Quartal 2015 zwischen 8 und 8,5 Millionen Geräte mit Curved-Display ausliefern. Aufgrund der schwierigen Produktion seien jedoch nur 50 Prozent davon realistisch. Release-Termin für das Galaxy S6 Edge und dessen Bruder Galaxy S6 ist der 10. April. In Deutschland wird die Einsteiger-Variante des S6 Edge mit 32 GB internem Speicher 849 Euro kosten.

Allein das Display des Galaxy S6 Edge soll 25 Dollar kosten

Dieser hohe Preis begründet sich offenbar auch durch die äußerst komplizierte und kostspielige Produktion des auf beiden Seiten abgeknickten Displays. Laut Samsung wird der Screen des Galaxy S6 Edge durch spezielles 3D-Thermoforming gebaut. Dabei wird das Gorilla Glass 4 auf 800 Grad Celsius erhitzt und anschließend in Form gedrückt. Nach Informationen von TechNews kostet das Display eines jedes Smartphones dadurch 25 bis 26 Dollar. Zum Vergleich: Ein flacher Smartphone-Screen kostet in der Produktion ungefähr drei Dollar.

Unklar bleibt nun, ob diese Produktionsprobleme auch Auswirkungen auf die Auslieferung des Galaxy S6 Edge haben wird, das schon massenweise vorbestellt wurde. Samsung soll sich bereits nach weiteren Display-Zulieferern umsehen. Auch eine weitere Verbesserung des 3D-Thermoforming wäre natürlich denkbar.