Google Chrome-Nutzer sehen künftig weniger Online-Werbung

Der Chrome-Browser blockerit künftig Flash-Werbung. Der Chrome-Browser blockerit künftig Flash-Werbung. (© 2015 Turn On)

Chrome-Nutzer dürften beim Surfen im Netz künftig weniger Werbung angezeigt bekommen. Der Google-Browser soll entsprechende Flash-Inhalte auf Websites ab 1. September automatisch erkennen und deaktivieren. Damit zwingt Google die Werbeindustrie, in Zukunft auf den unsicheren Flash-Player zu verzichten.

Der Flash-Player gehört für viele Internet-Nutzer schon seit Jahren zu den unliebsamsten Tools überhaupt. Im Netz wird dieser vor allem genutzt um animierte Werbung auf Websites einzuspielen oder aber als Basis für zahlreiche Video-Player. Nun geht es Flash jedoch an den Kragen, denn bereits ab 1. September plant Google bestimmte Flash-Inhalte in seinem Chrome-Browser nicht mehr darzustellen. Betroffen sollen vor allem Werbeeinblendungen.

Browser erkennt und blockt Flash-Werbung automatisch

Dabei soll der Browser laut einer Erklärung von Google automatisch erkennen, welche Inhalte für eine Website wichtig sind und welche nicht. Unwichtige Inhalte, die nur unnötige Ressourcen fressen und das Laden der Websites verlangsamen, sollen von Chrome automatisch abgeschaltet werden. Auf diese Weise soll sowohl die Surfgeschwindigkeit verbessert als auch die Akkulaufzeit von Laptops erhöht werden.

Gehört Flash bald der Vergangenheit an?

Mit diesem Schritt zwingt Google die Werbeindustrie praktisch, künftig auf Flash-Inhalte zu verzichten. Der Flash-Player steht bereits seit Jahren in der Kritik, weil dieser die Performance beim Laden vieler Websites verschlechtern soll. Zudem tauchen im Player immer wieder ernsthafte Sicherheitslücken auf, die von Hackern genutzt werden, um sich Zugang zu den Rechnern der Nutzer zu verschaffen. Regelmäßig raten Virenexperten deshalb dazu, den Flash-Player abzuschalten, um sicher im Netz surfen zu können.

Mittlerweile haben auch die meisten Website-Betreiber damit begonnen, die Nutzung des Flash-Players zurückzufahren. Immer häufiger werden animierte Inhalte auf Internetseiten deshalb in HTML5 programmiert. Auch die Werbeindustrie steigt zunehmend von Flash auf andere Tools um. Mit der Entscheidung von Google, bestimmte Flash-Inhalte in Chrome zu blockieren, dürfte sich dieser Trend noch verstärken.