Google Glass hebt ab: Würmerforschung auf der ISS

Noch wird Google Glass nur auf der Erde verwendet – das könnte sich bald ändern. Noch wird Google Glass nur auf der Erde verwendet – das könnte sich bald ändern. (© 2014 Facebook/Google Glass)

Voller Durchblick im All: Google Glass wird noch diese Woche zur Internationalen Raumstation ISS abheben. Googles Datenbrille soll Astronauten bei wichtigen Experimenten auf dem Gebiet der Exomedizin helfen – insbesondere bei der Untersuchung von Plattwürmern.

Eine gemeinnützige Organisation namens "Kentucky Space" wird am 16. Dezember eine Weltraummission mit wissenschaftlichem Hintergrund unternehmen und dabei auch Google Glass verwenden. Mittels einer Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX gelangt Ausrüstung ins Weltall zur ISS, mit der das Regenerationsverhalten von Plattwürmern bei Schwerelosigkeit untersucht wird. Das klingt zunächst ein bisschen albern, könnte aber wertvolle Erkenntnisse liefern.

Exomedizin: Weltraumtechnik für die Erde

Zu verstehen, wie genau Plattwürmer bei Mikro-Gravitation verlorenes Gewebe regenerieren, wäre nämlich ein wichtiger Schritt für die Exomedizin – also die Erforschung von medizinischen Lösungen unter Weltraumbedingungen. Versponnene Science-Fiction? Mitnichten, das Weltall wird für Forscher immer interessanter. So wurden erst letzte Woche beispielsweise Konzeptzeichnungen für biologische Raumanzüge bekannt, mit denen man theoretisch sogar auf dem Merkur überleben könnte.

Würmercheck mit Google Glass

Google Glass soll im Rahmen dieser Mission eine wichtige Aufgabe übernehmen.  Vor und nach dem Flug werde das Wearable dank seiner Unterstützung von Augmented Reality als elektronischer Assistent dienen. Kentucky Space will damit prüfen, inwieweit sich Google Glass auch bei zukünftigen Weltraummissionen einsetzen lassen könnte.