GoPro HeroCast: Wireless-Transmitter erlaubt Livestreams

Der Transmitter HeroCast lässt sich einfach am Helm befestigen. Der Transmitter HeroCast lässt sich einfach am Helm befestigen. (© 2015 GoPro)

GoPro geht live auf Sendung. Mit dem kleinen Wireless-Transmitter HeroCast können Action-Cam-Aufnahmen künftig als Livestream ins Netz gebracht oder in Sport-Übertragungen im TV eingebaut werden. Gerade für Sportevents eröffnen sich damit im wahrsten Sinne des Wortes völlig neue Perspektiven.

Mit seinen Action-Cams hat GoPro in den vergangenen Jahren die Art und Weise verändert, wie wir Extremsportarten erleben. Statt diese nur von außen zu beobachten, war der Zuschauer plötzlich mittendrin und konnte das Adrenalin der Sportler regelrecht fühlen. Nun könnte eine neue Entwicklung des Unternehmens auch die Art und Weise ändern, wie wir in Zukunft einen Livestream von Sportevents im Fernsehen wahrnehmen. Denn mit dem kleinen Gadget HeroCast hat GoPro einen Wireless-Transmitter vorgestellt, der die Live-Einbindung von GoPro-Aufnahmen in Online-Streams oder TV-Übertragungen ermöglicht. Sogar HD-Streams sollen möglich sein.

Kompakte Sendestation

Rein optisch handelt es sich beim HeroCast um nicht mehr als einen kleinen Kasten mit einer Sendeantenne. Genau wie die Kameras von GoPro ist auch der Transmitter sehr kompakt und kann beispielsweise direkt am Helm eines Sportlers angebracht werden. Die Verbindung zur Kamera erfolgt via HDMI-Kabel. Das mit der Action-Cam aufgezeichnete Signal wird kabellos in Auflösungen von 1080p60 oder 720p60 im H.264-Codec übertragen und entspricht somit dem aktuellen Standard für Video- und TV-Produktionen. Dementsprechend lassen sich die Aufnahmen direkt ins Netz streamen oder in Live-TV-Sendungen integrieren.

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HeroCast wird via HDMI-Kabel mit der Kamera verbunden. (© 2015 GoPro)

Neben dem normalen HeroCast wird GoPro auch eine zweite Version, den HeroCast BacPac, anbieten. Dieser befindet sich gemeinsam mit der Kamera in einem Schutzgehäuse und ist somit für Einsätze in nassen, stürmischen oder anderen unwirtlichen Wetterlagen geeignet. Angeboten werden beide Varianten für den stolzen Preis von jeweils 7500 US-Dollar. Ob auch Versionen für den deutschen Markt geplant sind, ist bislang noch nicht bekannt.