GoPro verrät Drohnen- und Virtual-Reality-Pläne

Noch kommen GoPros häufig an Drohnen anderer Hersteller zum Einsatz. Noch kommen GoPros häufig an Drohnen anderer Hersteller zum Einsatz. (© 2015 picture alliance/PIXSELL)

GoPro hat große Pläne für die Zukunft: Der US-amerikanische Action-Cam-Hersteller will seine Geschäftsbereiche erweitern – um Drohnen und Virtual Reality. Das verriet CEO Nick Woodman bei der Code Conference im kalifornischen Rancho Palos Verdes.

Kein Name ist stärker mit Action, Sport und coolen Videoaufnahmen verbunden wie der des US-amerikanischen Unternehmens GoPro. Um der wachsenden Konkurrenz – sowohl am Markt für Action-Cams als auch durch immer leistungsstärkere Smartphone-Kameras und DSLRs – ein Schnippchen zu schlagen, denkt der Hersteller bereits einen Schritt weiter. Wie GoPro-CEO Nick Woodman bei der Code Conference des Technikportals Re/code verriet, gibt es bereits konkrete Pläne für die Zukunft: Als nächstes wage man sich an Drohnen und Virtual Reality.

VR-Zubehör für interaktives 360-Grad-Material in 6K

Keine Technikfirma kommt derzeit am Thema Virtual Reality vorbei – auch nicht GoPro. Daher wird der Action-Cam-Hersteller in diesem Bereich zuerst tätig und bringt ein würfelähnliches VR-Gestell auf den Markt, das sechs GoPro Hero 4-Kameras beherbergen kann. Die Action-Cams der aktuellen Generation werden in sechs unterschiedlichen Positionen ausgerichtet, filmen oder fotografieren hochauflösendes Bildmaterial also aus sechs verschiedenen Blickwinkeln.

Die Bilder können anschließend zu spektakulärem 360-Grad-Material in sagenhafter 6K-Auflösung zusammengesetzt werden. Möglich macht das eine Software der Firma Kolor, die GoPro erst im April 2014 kaufte. Erlebbar wird das VR-Material dann mithilfe von Virtual-Reality-Headsets, etwa der Oculus Rift, Google Cardboard oder der Microsoft HoloLens. Einen möglichen Preis für das Action-Cam-Zubehör nannte GoPro noch nicht. Der Verkauf soll aber noch in der zweiten Jahreshälfte 2015 starten.

GoPros erste Drohne soll 2016 kommen

Doch auch im kommenden Jahr hat GoPro Großes vor: Wie immer mal wieder gemunkelt wurde, will der Hersteller, dessen Action-Cams bereits häufig an den Quadcoptern anderer Hersteller zum Einsatz kommen, künftig auch eigene Drohnen bauen. Das erste Modell soll in der ersten Jahreshälfte 2016 auf den Markt kommen. Details zum Design oder zu Preisen des ersten eigenen Quadcopters verriet GoPro-CEO Nick Woodman allerdings noch nicht. Jedoch verriet er, dass man auch weiterhin mit anderen Drohnenproduzenten zusammenarbeiten werde, um technische Lösungen für Luftaufnahmen anbieten zu können.