Hier sammelte Apple geheime Fitnessdaten für die Apple Watch

Apple-Mitarbeiter als Versuchskaninchen: Um die Fitnessfunktionen der Apple Watch zu testen, hat das Unternehmen rund zwei Jahre lang unzählige Daten gesammelt – natürlich im Geheimen. Eine Reporterin von ABCs "Good Morning America" durfte nun erstmals hinter die Kulissen der Top-Secret-Anlage gucken.

Für rund zwei Jahre wurde niemand außer Apple-Mitarbeitern hineingelassen: Hinter einer unscheinbaren Tür liegt das Testlabor, in dem der Konzern Fitnessdaten für die Apple Watch sammelte. Dem US-Fernsehsender ABC gewährte der kalifornische Konzern nun einen ersten Blick in das geheime Studio, wo in den letzten beiden Jahren rund 18.000 Trainingsstunden in mehr als 10.000 Workout-Sessions absolviert wurden. Ingenieure, Manager und Entwickler schwitzten hier gemeinsam – um die Apple Watch zu einem zuverlässigen Trainingspartner zu machen. Doch davon wussten die Tester selbst nichts.

Apple-Testlabor mit "Breaking Bad"-Atmosphäre

Etwas befremdlich wirken die Fernsehbilder, die Apple-Mitarbeiter beim Sport in High-Tech-Ausrüstung zeigen. Denn die Versuchspersonen sind nicht nur verkabelt, sondern tragen auch Atemmasken. Damit erfasste Apple, wie sich die Atmung verändert – und legte unter anderem damit den Grundstein für eine zuverlässige Kalorienberechnung via Apple Watch. Um Trainingseinheiten unter extremen Temperaturbedingungen und bei unterschiedlicher Luftfeuchte zu simulieren, richtete der Konzern spezielle Klimakammern ein, in denen die Tester beim Sport fröstelten oder umso mehr schwitzten. Auch Outdoor-Tests wurden absolviert.

Da Apple aber zu den Top-Geheimniskrämern in der Branche zählt, wussten nicht einmal die Versuchssportler, wofür sie sich auf Laufband, Crosstrainer oder Rudermaschine abrackerten. "Die Angestellten wussten, dass sie etwas testeten, aber sie wussten nicht, dass es für die Apple Watch war", sagten die Apple-Verantwortlichen ABC News. Ob sich all die Mühe gelohnt hat und die Apple Watch auch den derzeit erhältlichen Fitness-Trackern am Markt ernsthafte Konkurrenz machen wird, zeigt sich ab Ende April. Dann fällt der Startschuss für Apples erstes Wearable.