Hosentaschen-PC: Intel startet Verkauf des Compute Stick

Der Intel Compute Stick kommt in zwei Ausführungen mit Windows und Linux. Der Intel Compute Stick kommt in zwei Ausführungen mit Windows und Linux. (© 2015 Intel)

Intel startet jetzt die Auslieferung des Compute Stick. Dieser PC für die Hosentasche läuft mit Windows 8.1 und Linux. Das kleine Gerät verfügt zudem über einen HDMI-Anschluss und verwandelt entsprechend ausgestattete Fernseher oder auch Bildschirme in komplette Windows- oder Linux-Computer.

Wie Engadget schreibt, ist der Mini-Rechner jetzt bei einigen Online-Händlern vorbestellbar. Newegg beispielsweise listet das Gerät und gibt als Verfügbarkeitsdatum den 24. April an. Bei Amazon dagegen gibt’s zwar schon eine ausführliche Rezension, momentan aber weder Datum noch Bild.

Der kleine Computer mit HDMI-Anschluss für den Fernseher wurde von Intel auf der CES im Januar in Las Vegas vorgestellt. Er kommt in zwei verschiedenen Versionen auf den Markt. Die mit Windows ausgestattete Variante hat 2 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 32 GB Speicherplatz für andere Apps und Daten. Preis: knapp 137 Euro. Die Linux-Version ist mit 1 GB RAM und nur 8 GB Speicher deutlich magerer ausgestattet, kostet umgerechnet aber auch nur 81 Euro – normalerweise. Einige Händler versuchen wohl, zum Verkaufsstart einen höheren Preis zu erzielen und bieten den Linux-Stick, der mit Ubuntu 14.04 ausgeliefert wird, für um die 100 Euro an. Zur weiteren Ausstattung gehört ein Intel Atom Quad-Core-Prozessor mit 64-Bit-Architektur.

Manche Steam-Spiele laufen auf dem Winzling

In einer Rezension auf Amazon beschreibt ein Nutzer einer Vorversion des Sticks seine Erfahrungen durchaus positiv. Es ist aber wohl nicht möglich, alle aktuellen 3D-Spiele zu zocken, dafür ist der Vierkern-Atom-Prozessor von Intel nicht schnell genug. Aber einige Steam-Spiele würden durchaus laufen, ebenso manche Video-Dienste wie Netflix oder natürlich YouTube.

Ein bisschen knapp ist der Speicher: Wer dort viele HD-Videos ablegen möchte, wird schnell auch bei der 32-GB-Version schnell an die Grenzen stoßen. Dafür kann man aber eine Micro-SD-Karte mit zum Beispiel 256 GB Speicherplatz anschließen, um das interne Limit elegant zu umgehen. Um einen wirklich kompletten PC zu haben, lassen sich Peripheriegeräte wie Maus und Tastatur per USB oder Bluetooth mit dem Gerät verbinden.