In Nordkorea gibt es nur 28 Internetseiten

Auf welcher Website Kim Jong-Un und seine Generäle wohl gerade surfen? Auf welcher Website Kim Jong-Un und seine Generäle wohl gerade surfen? (© 2016 picture alliance / dpa)

Zumindest in Nordkorea ist das Internet immer noch ziemlich überschaubar. Lediglich 28 Websites scheint es im Reich von Kim Jong-Un zu geben. Dank eines Leaks kennen wir nun all ihre Domains.

Wie groß ist eigentlich das Internet? Wie viele Websites gibt es und wie viele Unterseiten? Zumindest in Nordkorea lässt sich diese Frage wohl ziemlich leicht beantworten. Ganze 28 verschiedene Domains umfasst das Netz in dem abgeschotteten Land, wie Techcrunch berichtet. Herausgefunden hat das der Sicherheitsexperte Matt Bryant, der durch eine Server-Fehlkonfiguration kurzzeitig Zugriff auf eine Liste mit allen nordkoreanischen Websites hatte. Die Liste der Domain-Namen wurde mittlerweile bei GitHub veröffentlicht.

Fliegen, Reisen, Kochen und Regieren

Ein Großteil dieser Internetseiten gehört staatlichen Behörden und Organisation. Allerdings hat auch die Fluggesellschaft Air Koryo ein eigenes Internetportal, ebenso wie die Nachrichtenagentur KCNA. Zudem gibt es eine Tourismus-Website und ein Portal für Kochrezepte. Ein Großteil der Seiten war bislang jedoch weder am Mittwoch noch am Donnerstag zu erreichen. Da nicht bekannt ist, wie viele Nordkoreaner überhaupt über einen Internetzugang verfügen, könnte das nordkoreanische Internet durch den weltweiten Leak in diesen Tagen deutlich mehr Zugriffe bekommen als je zuvor. Möglicherweise sind die Server des Landes damit überlastet.

Auf einen Fun Fact weißt in diesem Zusammenhang CNET hin. So umfasst selbst das fiktive Internet im Videospiel "Grand Theft Auto V" mehr "Websites" als das nordkoreanische Internet. Insgesamt 83 Seiten können Spieler innerhalb des Games über Computer oder Smartphones ansteuern, also mehr als drei Mal so viele wie Nordkoreas Bürger in der echten Welt.