Ist das Sichtfeld der Microsoft HoloLens viel zu klein?

Sehr begrenzt: Tester kritisieren das kleine Blickfeld der Microsoft HoloLens. Sehr begrenzt: Tester kritisieren das kleine Blickfeld der Microsoft HoloLens. (© 2015 Microsoft)

Auf der Spielemesse E3 hatten in der vergangenen Woche viele Journalisten die Chance, die AR-Brille Microsoft HoloLens auszuprobieren. Bisher größter Kritikpunkt: Das Sichtfeld der Brille sei viel zu klein.

Von der Technologie der Microsoft HoloLens sind die Tester zwar total begeistert, aber eigentlich alle klagen auch über das ihrer Meinung nach zu begrenzte Sichtfeld der smarten Optik. So ist etwa Sean Hollister von Gizmodo absolut enttäuscht über das "lächerlich kleine Blickfeld" der Brille, und auch IGN findet, "dass die Technologie derzeit noch sehr begrenzt ist, wegen des sehr kleinen Sichtfeldes".

Verkaufsversion der HoloLens: Kleines Sichtfeld bleibt

Kudo Tsunoda, einer der HoloLens-Verantwortlichen bei Microsoft, musste nun in einem Interview einräumen, dass sich am fertigen Produkt in Sachen Größe nicht mehr so viel ändern wird. Die jetzt für Tests zur Verfügung stehenden Geräte seien zwar alle noch nicht fertig, aber die Größe des Sichtfeldes bleibe auch in der Verkaufsversion so, wie sie momentan ist. Microsoft versucht den Träger der Brille etwa mit Tönen auf interessante Dinge um ihn herum aufmerksam zu machen – auch wenn wegen des begrenzten Blickfeldes noch kein Hologramm sichtbar ist.

Auf der E3 hatte Microsoft während seiner Pressekonferenz eine HoloLens-Demo mit dem populären Spiel Minecraft gezeigt, die viele Zuschauer schwer beeindruckt hatte – und diejenigen, die das Gerät testen konnten, noch mehr. Die HoloLens ist Microsofts Beitrag zum Thema Virtual Reality, das momentan schwer im kommen ist. Mit der Brille, die ein kompletter holografischer Computer ist, lassen sich sowohl Spiele steuern als auch Anwendungen wie etwa Skype bedienen. Wer die Möglichkeiten mal testen will, kann das preisgünstig mit Google Cardboard machen.