Jailbreak für PS4 könnte raubkopierte Spiele ermöglichen

Einem Programmierer ist erstmals ein Jailbreak für die PS4 gelungen. Einem Programmierer ist erstmals ein Jailbreak für die PS4 gelungen. (© 2015 CC: Flickr/Michael Nelson)

Lange hat es gedauert, aber nun ist er angeblich da: der erste Jailbreak für die PlayStation 4 von Sony. Mit dem Hack könnten bald raubkopierte Spiele auf der Konsole landen.

Ein Hacker will einen Jailbreak der PlayStation 4 geschafft haben. Wie der Programmierer CTurt auf Twitter behauptet, habe er mithilfe eines Kernel-Exploits Zugriff auf die tiefsten Software-Ebenen der PS4 erlangt. Somit könnten unter anderem nicht von Sony lizenzierte Programme auf der Konsole abgespielt werden. Zudem erklärte CTurt, dass er den RAM von weiteren Prozessen auf der PlayStation 4 auslesen könne. Der Haken: Der Jailbreak funktioniert derzeit offenbar nur mit der Firmware-Version 1.76 – offiziell ist die Sony-Konsole bereits bei Version 3.11.

Kommt jetzt die Raubkopie-Flut für die PS4?

Laut CTurt könne der Hack aber auch auf aktuellere Firmware-Versionen angepasst werden. Beweise in Form von Bildern oder Videos einer PS4 mit Jailbreak blieb der Hacker bislang aber schuldig. Allerdings veröffentlichte er auf Github Programmcode aus seinem Jailbreak. Mit einem Hack könnten auf der PlayStation 4 nun theoretisch auch raubkopierte Spiele laufen – obwohl CTurt selbst jegliches Interesse an solchen Games vehement von sich weist.

Allerdings dürfte auch Sony inzwischen von dem Jailbreak seines Verkaufsschlagers erfahren haben – und mit zahlreichen Sicherheitsupdates reagieren. Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Hackern und Hersteller dürfte also weitergehen. Nichtsdestotrotz ist der erste Jailbreak für die PS4 zumindest eine beachtenswerte Programmierleistung – immerhin gibt es die Konsole bereits seit mehr als zwei Jahren zu kaufen.