Kommen Grafikchips für die PS4 bald von Microsoft?

Die Grafikchips der PS4 könnten in Zukunft von Microsoft kommen. Die Grafikchips der PS4 könnten in Zukunft von Microsoft kommen. (© 2015 CC: Flickr/Michael Nelson)

Der Xbox-Hersteller Microsoft könnte möglicherweise schon bald an den Verkäufen der PS4 mitverdienen. Hintergrund ist eine mögliche Übernahme des Chip-Herstellers AMD, der die Grafikchips für die Sony-Konsole liefert.

Dem Chip-Hersteller AMD könnte eine Übernahme bevorstehen. Hauptinteressent soll der Software-Riese Microsoft sein, wie KitGuru am Dienstag berichtet. Die Gespräche zwischen beiden Unternehmen werden angeblich bereits seit einigen Monaten geführt.

Microsoft würde zum Zulieferer für die PS4

Eine Übernahme von AMD könnten vor allem für die Konsolen-Sparte von Microsoft einige Synergieeffekte mit sich bringen. Immerhin liefert AMD die Grafikchips für die Xbox One und verdient so bislang an jedem verkauften Gerät mit. Pikantes Detail: Auch die PlayStation 4 von Sony und Nintendo's Wii U arbeiten mit Grafikprozessoren von AMD. Sollte Microsoft den Chiphersteller also tatsächlich übernehmen, würden die Redmonder in Zukunft auch an den Verkäufen von PS4 und Co. mitverdienen. Glaubt man einem Bericht von VG24/7, so kassiert AMD derzeit pro verkaufte Konsole rund 100 US-Dollar von den Herstellern.

Neben dem Konsolen-Bereich arbeiten Microsoft und AMD auch im PC-Sektor seit Jahren erfolgreich zusammen. Immerhin gehört Advanced Micro Devices – so der vollständige Name des Unternehmens – zu den wichtigsten Herstellern für Computer-Prozessoren und Grafikkarten. Microsoft wäre damit nach einem Kauf von AMD für die zahlreichen PC-Hersteller nicht mehr nur Software-Lieferant sondern auch Hardware-Zulieferer.

Übernahmegerüchte bei AMD häufen sich

Unklar ist bislang allerdings, wie realistisch eine Übernahme von AMD durch Microsoft tatsächlich ist. In den vergangenen Monaten hatte es bereits mehrere Spekulationen zu möglichen Übernahmen von AMD gegeben, die sich jedoch alle zerschlagen hatten. Als Käufer für den Chiphersteller waren  unter anderem Samsung und Qualcomm im Gespräch gewesen.