Künstler will Oculus Rift 28 Tage am Stück tragen

Ein Künstler will die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift 28 Tage am Stück tragen. Ein Künstler will die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift 28 Tage am Stück tragen. (© 2014 picture alliance / dpa)

Die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift beflügelt die Fantasie. Das Head-Mounted-Display könnte nicht nur die Gaming-Branche revolutionieren, es eignet sich auch als Kunstprojekt. Ein Brite will die Datenbrille nun fast einen ganzen Monat tragen.

In einem Interview mit Mashable verriet der Künstler Mark Farid, er wolle insgesamt 28 Tage am Stück mit Oculus Rift auf dem Kopf in einem einzigen Raum verbringen. Gleichzeitig wird die Aktion auch von Regisseur John Dingle für eine Doku gefilmt. Das Bild in der Virtual-Reality-Brille stammt dabei von einem Freiwilligen, der zuvor sein Leben einen Monat lang aus der Ich-Perspektive filmen soll. "Ich trage die Brille rund um die Uhr, beim Duschen, auf der Toilette, beim Essen", verrät Farid.

Klaustrophobischer Albtraum oder soziales Experiment?

Damit er während des Experiments nicht völlig hilflos ist, soll der Künstler von ein paar Helfern unterstützt werden, die ihm beispielsweise Essen bringen. Das Oculus Rift-Projekt trägt den vielsagenden Titel "Seeing I" und sucht auf Kickstarter noch nach finanzieller Unterstützung. Während die Kunstaktion für viele Außenstehende wahrscheinlich wie ein klaustrophobischer Albtraum klingt, sieht Farid das Ganze als soziologisches Experiment. Das Projekt will nämlich herausfinden, inwieweit Identität umgelernt werden kann.

24-Stunden-Test mit Oculus Rift bereits absolviert

"Ich möchte herausfinden, ob ich den Sinn für mich selbst verlieren kann. Vielleicht bin ich gar nicht so, wie ich immer geglaubt habe. Meine Identität könnte geformt werden, wie auch immer ich will", erklärt Mark Farid. Bereits im Februar absolvierte der Künstler einen 24-Stunden-Test mit der Oculus Rift. Wann das 28-Tage-Experiment starten soll, steht noch nicht fest.