Landesonde "Philae" sendet erste Daten vom Kometen

Nach mehr als zehn Jahren Rosetta-Mission war es endlich soweit: Das Mini-Labor "Philae" landete am Mittwochabend auf dem Kometen 67P/C-G. Ohne Komplikationen lief die Landung zwar nicht ab. Doch nach einer Zwangspause über Nacht besteht nun anscheinend wieder Funkkontakt zur Landesonde.

Das Mini-Labor "Philae" der Rosetta-Mission ist am Mittwochabend auf dem Kometen 67P/C-G gelandet. Das teilte die ESA mit. Über zehn Jahre war die Sonde "Philae" zum Kometen unterwegs – um kurz vorm Ziel anscheinend noch knapp zu scheitern. Denn bis in die späten Abendstunden am Mittwoch war unklar, ob die Landesonde tatsächlich richtig auf 67P/C-G aufsetzte. Laut SZ Online versagte die Düse, die "Philae" auf den Himmelskörper pressen sollte, ihren Dienst. Auch die zur Verankerung gedachten Harpunen der Landesonde lösten nicht aus. Zu allem Überfluss brach zudem der Funkkontakt regelmäßig ab. Doch am Donnerstagmorgen scheint es Entwarnung zu geben.

Aufatmen bei der ESA: Funkkontakt zur Raumsonde "Rosetta" steht wieder

Noch in der Nacht gab es eine Funk-Zwangspause für Landesonde "Philae", da sich die Raumsonde "Rosetta" in der Nähe bewegte. Für die ESA-Verantwortlichen waren es bange Stunden – zumal jedes Signal von den 500 Millionen Kilometer entfernten Sonden rund 28 Minuten zur Erde braucht. Das macht es der ESA umso schwerer, auf Komplikationen zu reagieren. Doch am Donnerstagmorgen folgte laut Focus Online die Erleichterung: Die Funkverbindung über "Rosetta" zu "Philae" steht wieder.

Noch ist allerdings unklar, ob das kleine Mini-Labor nach der nicht ganz reibungslosen Landung sicher auf dem Kometen verankert ist. Im Laufe des Tages hofft die ESA auf neue Erkenntnisse, die um 14 Uhr in einer Pressekonferenz öffentlich gemacht werden sollen. Eine Theorie der Wissenschaftler: Womöglich wurde "Philae" nach der Landung noch einmal abgestoßen und dockte nach etwa zwei Stunden erneut an den Kometen an. Vielleicht brauchte sie also einfach einen zweiten Anlauf.