Mark Zuckerberg rechtfertigt Messenger-Zwang

Facebook-Chef Mark Zuckerberg wolte mit dem Facebook Messenger Chatten vereinfachen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg wolte mit dem Facebook Messenger Chatten vereinfachen. (© 2014 picture alliance / AP Photo)

Als der Facebook Messenger zum Chat-Zwang wurde, hagelte es Unverständnis und Kritik. Jetzt hat Mark Zuckerberg erstmals erklärt, warum die separate App zum Plaudern mit den Freunden installiert  werden muss. Die Antwort dürfte eigentlich nicht überraschen.

Am Donnerstag stellte sich Mark Zuckerberg in der Facebook-Firmenzentrale den Fragen von Fans und Nutzern. Die Veranstaltung dauerte rund eine Stunde und wurde auch live im Internet gestreamt.  Eine der Fragen, die Facebook-User schon länger brennend interessiert, kam dabei auch auf: Warum mussten wir den separaten Facebook Messenger für unsere Smartphones installieren, um weiterhin mit unseren Freunden zu chatten? Das hat Zuckerberg nun endgültig offiziell klargestellt.

Facebook: Persönliche Nachrichten sind wichtiger als News

Zusammengefasst lautet die Antwort: Nur mit einem separaten Messenger-Service sei man in der Lage gewesen, einen schnellen und funktionierenden Nachrichtenservice anzubieten. Die eigentliche Facebook-Applikation für Smartphones sei ursprünglich vor allem für das Erhalten eines News-Streams entworfen worden – allerdings wollten immer mehr Leute lieber persönliche Kurznachrichten an ihre Freunde schicken. Und das habe sich zunehmend als Problem herauskristallisiert.

Facebook Messenger soll Chatprogramm ohne viel Drumherum sein

"10 Milliarden Nachrichten werden pro Tag verschickt, aber dafür musste man warten, bis die App geladen hatte und ein separates Fenster öffnen. Wir erkannten, dass eigene Messenger-Apps dafür viel öfter genutzt wurden – Apps, die schnell sind und sich nur auf das Verschicken von Nachrichten konzentrieren", so Zuckerberg. Und das wollte man eben auch mit dem Facebook-Messenger schaffen: einen einfachen, schnell reagierenden Messenger ohne lästiges Drumherum.