Martin Aircrafts ist die erste Jetpack-Firma an der Börse

Werden wir schon bald mit unseren eigenen Jetpacks zum Einkaufen oder zur Arbeit fliegen? Nun, ganz so weit ist es vielleicht noch nicht, aber in Australien ist jetzt der weltweit erste Jetpack-Hersteller an der Börse gelistet.

Der Neuseeländer Glenn Martin bastelt bereits seit 34 Jahren an einem eigenen Jetpack-Modell für den privaten Gebrauch. Jetzt sieht es so aus, als wäre der etwas unoriginell benannte Martin Jetpack tatsächlich kurz davor, die Marktreife zu erlangen: Am Dienstag ging die Firma Martin Aircrafts an die australische Börse, wie Mashable berichtet.

Chinesische Firma gab Finanzspritze

Die Hongkonger Firma KuangChi Science hatte Mehrheitsanteile von Martin Aircrafts im Wert von 21 Millionen Australischen Dollar übernommen, umgerechnet etwa 14,5 Millionen Euro. Dank dieser Finanzspritze wird es dem Jetpack-Entwickler künftig möglich sein, aus dem Prototyp ein kommerziell erfolgreiches Produkt zu machen.  Seit Dienstag um 11 Uhr Ortszeit ist Martin Aircrafts offiziell an der australischen Börse gelistet.

Streng genommen ist das Fluggerät aber kein klassischer Jetpack, sondern eher eine Art Helikopterpack. Denn statt von gefährlichem, teurem und schwerem Brennstoff wird der Martin Jetpack von zwei Turbinen aus Fiberglas in die Luft befördert. Aktuell schafft der Flugapparat eine Höhe von beeindruckenden 1000 Metern, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 34 Kilometern in der Stunde kann er bis zu 30 Minuten in der Luft bleiben. Voraussichtlich wird der Martin Jetpack erst 2017 zu kaufen sein, der Preis wird auf 250.000 Australische Dollar geschätzt – rund 170.000 Euro.