Mehrere US-Festivals verbieten Selfie Sticks

Selfie Sticks sind auf zahlreichen Festivals und auch in Museen bereits verboten. Selfie Sticks sind auf zahlreichen Festivals und auch in Museen bereits verboten. (© 2015 Flickr/Garry Knight)

Auf großen US-Musikfestivals wie Coachella und Lollapalooza ist es nicht länger erlaubt, einen Selfie Stick mitzunehmen. In den Teilnahmebedingungen hat jedes Festival festgelegt, dass die praktischen Stäbe in Zukunft verboten sind. Dann ist es auch nicht mehr möglich, etwa per iPhone 6 gute Aufnahmen des Geschehens zu machen.

Für das Verbot von Selfie Sticks auf großen US-Musikfestivals wie jetzt beispielsweise Coachella und Lollapalooza – andere Veranstaltungen dürften folgen – gibt es mehrere denkbare Gründe. Vor allem soll damit verhindert werden, schreibt CNET, dass die Besucher in den hinteren Reihen nichts mehr sehen können. In der Tat ist die Sicht stark eingeschränkt, wenn man einen dichten Wald von 50 oder mehr Stangen plus Smartphones vor der Nase hat. Auf manchen Festivals in Australien waren die Stöcke für Selfies in der Vergangenheit plötzlich massenhaft aufgetaucht und dann vom Veranstalter für künftige Events prompt untersagt worden.

Sicherheitsrisiken durch Selfie Sticks

Sicherheitsgründe spielen auch eine Rolle, denn die Sticks bergen durchaus ein Verletzungsrisiko. In britischen Arenen etwa sind sie bereits untersagt, deutsche Veranstalter folgen mit Sicherheit. Das Lollapalooza-Festival findet in diesem Jahr im September auch in Berlin statt – auch dort wird der Stick unerwünscht sein. In vielen deutschen Museen sind die Sticks bereits tabu, weil man dort Angst um die wertvollen Ausstellungsstücke hat.

Obwohl es auf den meisten Musik-Veranstaltungen eigentlich auch aus Urheberrechtsgründen nicht erlaubt ist zu filmen, werden GoPro-Kameras etwa bei den US-Festivals ausdrücklich toleriert. Allerdings darf man auch hier keinerlei Zubehör wie Stative mitbringen, auf das die Action-Cams montiert wird.