Microsoft-Manager: Open-Source-Windows ist denkbar

Windows 10 erscheint im Sommer 2015. Windows 10 erscheint im Sommer 2015. (© 2015 Microsoft)

Eine Windows-Version als Open-Source-Software? Was bislang stets undenkbar erschien, könnte laut Microsoft-Manager Mark Russinovich durchaus Realität werden.

Der Microsoft-Entwickler Mark Russinovich, bei den Redmondern zuständig für den Cloud-Dienst Azure, hat eine Open-Source-Variante des Betriebssystems Windows für die Zukunft nicht ausgeschlossen. "Das ist definitiv möglich", sagte er laut einem Bericht von Wired auf einer Entwicklerkonferenz im kalifornischen Santa Clara. Microsoft würde sich derzeit neu erfinden, fügte Russinovich hinzu. "Jede Unterhaltung über unsere Software, die ihr euch vorstellen könnt, haben wir geführt – auch über Open Source versus Nicht-Open versus Services", so der Microsoft-Entwickler.

Internet Explorer könnte Open-Source-Software werden

Russinovich wies auf der Entwicklerkonferenz außerdem darauf hin, dass Microsoft auf seinem Cloud-Service Azure bereits das Open-Source-Betriebssystem Linux erlaube. Weitere Angaben über mögliche Open-Source-Pläne von Microsoft für Windows machte Russinovich allerdings nicht. Es ist daher eher unwahrscheinlich, dass der Software-Riese beispielsweise Windows 10 plötzlich als quelloffene Version anbietet.

Denkbar ist allerdings, dass Microsoft zumindest Teile von Windows 10 oder zukünftigen Versionen des Betriebssystems Open Source macht – beispielsweise den Internet Explorer, der mit dem Release des kommenden OS sowieso durch den Browser Project Spartan ersetzt werden soll. Windows 10 soll im Sommer 2015 veröffentlicht werden. Für Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 wird es ein Jahr lang ein kostenloses Upgrade auf Windows 10 geben.